- Seelisch Krank.
- Depression. Formen: endogene, psychogene. Zeichen: seelische, koerperliche und die Folgen.
- Depression und die Folgen.
- Seelische Störungen finden sich bei einer beginnenden Depression in der Regel als erstes, werden aber oft nicht als solche erkannt. Häufig führen erst die körperlichen Beeinträchtigungen zum Arzt. Auch psychosoziale Folgen - zwischenmenschlich, beruflich usw. - werden erst einmal nicht als krankhaft akzeptiert, sondern alltäglichen Umständen zugeschrieben (Stress, Überforderung, „ferienreif“ sein). Wer denkt auch gleich an Krankheit, wer kann sich berufliche Ausfälle leisten, wer hat nicht immer mal wieder Ärger, Kummer und Sorgen? Wer versucht nicht, alles erst einmal hinzunehmen, durchzustehen, mit verstärktem Einsatz zu kompensieren - bis es nicht mehr geht?
- Wie äußern sich nun die psychosozialen Folgen?
- Zwischenmenschliche Probleme:
- Ängstlich registrierte Minderung der Kontaktfähigkeit bei jedoch unverändert vorhandenem Kontaktwunsch. Dadurch Gefahr der Vereinsamung, des Rückzugs der Umwelt, des Abbruchs alter Beziehungen mit der Unfähigkeit, neue zu knüpfen, kurz: Isolation. Aber auch „leises Einschlafen der Kontakte“ bei seelisch- körperlich gehemmten Depressiven und aktiver Rückzug der Umgebung bei getrieben-klagsamen, hypochondrischen oder gar hilflos-feindselig reagierenden Patienten. Dazu zahlreiche sonstige Probleme, z. B. im hygienischen Bereich Vernachlässigung von Kleidung und Körperpflege usw.
- Probleme in Beruf und Haushalt:
- Unvermögen, sich zu alltäglichen Aufgaben aufzuraffen und mit bis her problemlos bewältigten Schwierigkeiten fertig zuwerden. Und wenn, dann mit ungewöhnlich langer Anlaufzeit und unendlicher Mühsal: „doppelter Einsatz bei halbem Ertrag.“ Besondere Probleme bei neuen, ungewöhnlichen, unerwarteten oder schwierigen Aufgaben, bei Mehrfachbelastung, Arbeit unter Zeitdruck oder bei rasch wechselnden Anforderungen. Dadurch deutlicher z.T. peinlicher Leistungsabfall.
- Folge:
- Verwunderung, Irritation, Verärgerung, ungnädige Anfragen, demütigende Aussprachen, unnötige Auseinandersetzungen, Gefahr der Versetzung, Herabstufung oder Verlust des Arbeitsplatzes (Kündigung durch den Arbeitgeber oder den Patienten selber, der durch seine krankheitsbedingten Minderwertigkeits- und Schuldgefühle schließlich völlig zermürbt aufgibt).
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