Depressionen und Kraft.
- Zwischenmenschliches
- Die Haut als Spiegel der Befindlichkeit.
- Sie reagiert überempfindlich, manchmal mit Juckreiz, fühlt sich trocken an. Sieht blaß (um Jahre gealtert) aus.
- Auch die Schleimhäute zeigen unangenehme Reaktionen: Zungenbrennen, Mundgeruch, Trockenheit der Nase mit Tendenz zu Nasenbluten. Auch Trockenheit der Scheidenschleimhaut verbunden mit Schmerzen beim Geschlechtsverkehr sind keine Seltenheit.
- Das vegetative Nervensystem.
- Kälteschauer und Hitzewallungen treten auf. Kalte Hände und Arme, Füße und Beine machen sich unangenehm bemerkbar. Auch eine Temperaturüberempfindlichkeit bei Kälte und Hitze ist möglich.
- Im zwischenmenschlichen Bereich.
- Depressiv erkrankte Menschen wissen, wie sie durch all die unterschiedlichsten Symptome der Krankheit belastet sind. Sie sollten auch über die Folgen informiert sein, die sich dadurch im zwischenmenschlichen Bereich ergeben können.
- Denn sie leiden an einer Krankheit, die für gesunde - niemals an Depressionen erkrankte - Menschen auf Unverständnis stößt, weil sie einfach nicht nachvollziehbar ist und leider schon gar nicht vorstellbar.
- Manchmal haben sie sogar selbst das Gefühl, vieles, was jetzt in ihnen vorgeht, nicht zu verstehen. Noch weniger können sie vermitteln, wie es in ihnen aussieht; weich massive seelische Nöte sie belasten.
- Wieviel schwieriger muß es dann für einen "Außenstehenden" sein, das alles zu begreifen!
- Das Umfeld spürt, wie sich der Kranke mehr und mehr zurückzieht, in eigene Gedanken vertieft ist, immer weniger spricht und häufig maskenhaft wirkende Reaktionen zeigt.
- Der Kranke braucht schon dafür sehr viel Kraft.
- Dennoch wird dies häufig als unecht, distanziert empfunden.
- Für Partner und Familie ist der depressiv Erkrankte ein anderer Mensch geworden. Der immer weniger Interesse an Dingen zeigt, die ihm vorher wichtig waren. Ein Mensch, der "nicht mehr funktioniert".
- Das kann Fragen aufwerfen, vielleicht sogar unangenehme Gespräche hervorrufen. Gespräche, die ein Depressiver nicht führen will und auch nicht führen kann. Dafür reicht die Kraft nicht.
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