- Eingeschlossen in seelischer Dunkelheit.
- Depressive Menschen sind Kranke, die weder arbeitsscheu noch hysterisch noch hypochondrisch sind. Sie befinden sich in einer tiefen, trüben Stimmung, die über Jahre anhalten kann und das normale Leben beeinträchtigt, wenn die Depression nicht behandelt wird.
- Region.
- Depressionen sind Gemütskrankheiten, bei welchen es zu einer traurigen Verstimmung, verbunden mit Angstzuständen, innerer Unruhe sowie Denk- und Schlafstörungen kommt. Pessimismus dominiert die Lebenssituation: Betroffene berichten: «Ich konnte nichts mehr empfinden, lebte abgestumpft in einem dunklen Nebel und fühlte mich einsam und unverstanden. Schlafstörungen traten auf, ich irrte nächtelang durch die Wohnung und wälzte negative Gedanken herum. Ich dachte an Selbstmord, denn das Leben machte so keinen Sinn mehr.»
- Selbstmordgefahr
- Depressionen gehören zu den häufigsten Krankheiten überhaupt und sind kein Grund sich zu isolieren. Aber es ist wichtig, so rasch als möglich Hilfe bei Ärzten oder der dargebotenen Hand in Anspruch zu nehmen, denn Depressionen bergen eine grosse Selbstmordgefahr.
- Zusammenleben mit Depressiven
- Angehörige befinden sich in einer Zwickmühle. Einerseits wollen sie den Kranken helfen. Andererseits ist es schwer depressiven Menschen nahe zu kommen. Depressive können nicht wollen und haben daher Schwierigkeiten, sich zu entscheiden. Es ist sinnlos, sie zu drängen oder ihnen Entscheidungen aufzudrängen, die sich nach Abklingen der Krankheit bereuen. Für Kranke ist es wichtig, von Angehörigen bestärkt zu werden. Depressionen sind heute durch Psychopharmaka heilbar, erfordern allerdings eine regelmässige Einnahme über einen längeren Zeitraum - manchmal gar ein ganzes Leben lang.