Depression - Die Depressionen, Erkrankung und Antidepressivum.
- Vorurteile
- Ratgeber Teil 2:
Depression und Suizidalität.
- Dass es sich bei dem Krankheitsbild der Depression um eine sehr schwerwiegende Erkrankung handelt, sieht man daran, dass sich leider immer noch etwa 15 % der Erkrankten im Laufe ihres Lebens umbringen, 20 bis 40 % einen Selbstmordversuch begehen und bis zu 80 % der Patienten im Rahmen ihrer Erkrankung zumindest daran denken, sich das Leben zu nehmen. Sie müssen sich nicht schämen, wenn Sie während dieser - für Sie als so unerträglich empfundenen - Erkrankung derartige Gedanken entwickeln. Haben Sie den Mut, darüber offen mit Ihrem Arzt, aber auch mit Ihren Familienangehörigen zu sprechen. Vergessen Sie aber bitte nie, dass trotz der Schwere Ihrer Erkrankung die Depression zu den gut behandelbaren Erkrankungen zählt.
Wie eine Depression entsteht.
- Die Ursache der Depression gibt es nicht. Die moderne Medizin geht heute davon aus, dass eine Vielzahl von Umständen zur Entstehung von Depressionen führen kann. So wird es für eine möglichst exakte Diagnose immer wichtiger, eine möglichst genaue Beschreibung der Krankheitssymptome zu bekommen. Außer Frage steht, dass sowohl einschneidende Lebensereignisse als auch Persönlichkeitsfaktoren eine Depression auslösen können. Studien belegen, dass Erbfaktoren ebenfalls eine Rolle bei der Entstehung von Depressionen spielen können. Darüber hinaus weiß man mittlerweile, dass bestimmte Botenstoffe, sogenannte Neurotransmitter, einen großen Einfluss auf die Entstehung von Depressionen haben. Diese Botenstoffe heißen Serotonin, Noradrenalin und Dopamin. Ferner können bestimmte Medikamente und körperliche Erkrankungen eine Depression auslösen.
Die Therapie der Depression.
- Zur erfolgreichen Behandlung depressiver Erkrankungen stehen heute eine Vielzahl bewährter Behandlungmethoden zur Verfügung, die häufig kombiniert angewandt werden:
a) Medikamentöse Therapie.
- Seit 1957 stehen Medikamente zur Behandlung der Depression, sogenannte Antidepressiva, zur Verfügung. Diese Antidepressiva beeinflussen im Gehirn unter anderem den Stoffwechsel bestimmter Botenstoffe und entfalten so ihre antidepressive Wirkung.
- Doch Antidepressivum ist nicht gleich Antidepressivum. Es gibt in dieser Gruppe Medikamente, die neben ihrer stimmungsaufhellenden Wirkung eher dämpfend, andere wiederum, die aktivierend wirken. Einige wiederum sind antriebsneutral.
- Es ist daher von entscheidender Bedeutung, dass sowohl Sie als auch Ihr behandelnder Arzt wissen, welche Beschwerden Sie haben, um das für Sie speziell geeignete Antidepressivum auswählen zu können. Deshalb ist es wichtig, dass Sie Ihre Symptome möglichst genau beschreiben.