Depressionen und Gefuehllosigkeit.
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- Wahrscheinlich sind Sie selbst oder eine Ihnen nahestehende Person von einer Depression betroffen. Viele leiden - neben den Auswirkungen der Krankheit - auch darunter, daß sie denken, eine psychische Erkrankung sei mit einem Makel verbunden. Man scheut sich davor mit anderen darüber zu sprechen, sei es mit dem Partner oder einem Arzt.
- Das resultiert oft aus der Unkenntnis darüber, was Depression eigentlich für eine Erkrankung ist.
- Wenn Sie diese Zeilen hier lesen unternehmen Sie schon einen wichtigen Schritt, der Erkrankung Depression ohne Voreinnahme und Informiert entgegenzutreten. Soviel sei vorweg gesagt:
- Depression ist behandelbar und heilbar. Eine ganze Reihe von Behandlungsmöglichkeiten steht zur Verfügung.
- Nach Abklingen der Depression bleibt keine Veränderung der Person zurück: Der "gesunde" Erkrankte ist wieder „wie er voher“ war.
- Diese 8 Seiten sollen Ihnen Kenntnisse über Depression näherbringen. Nach dem Lesen werden Sie mehr über eine der häufigsten Erkrankungen wissen und auch Fragen und Erläuterungen des behandelnden Arztes besser verstehen.
- Jeder von uns hat einmal einen schlechten Tag. Die Stimmung eines Menschen schwankt. Gute und schlechte, fröhliche und weniger fröhliche Tage gehören zum Dasein. Tage oder wenige Wochen des Niedergedrücktseins nach traurigen Ereignissen sind unvermeidbar.
- Gesund wird man damit fertig und benötigt keine therapeutische Unterstützung.
- Ist aber die Niedergeschlagenheit und Freudlosigkeit sehr belastend oder dauert über einen längeren Zeitraum muss man etwas dagegen tun und fachärztliche Hilfe aufsuchen. Nacholgend eine erkrankte Person die als depressiv angesehen wird:
- „Es war eine unglaubliche Müdigkeit und Mattigkeit, und doch war innerlich alles aufgewühlt. Es war eine unglaubliche Anspannung, so als ob gleich eine furchtbare Katastrophe geschehen würde. Die Furcht alleingelassen zu werden war sehr gross. Die einfachsten Dinge waren kompliziert.
- So sollte ich für meinen Arbeitgeber bei einer Bank einen grösserenn Geldschein in 10 kleinere Umwechseln. Die Bankangestellte zählte mir das Geld vor und schob es mir mit der Aufforderung " Bitte zählen Sie nach " zu. Mir wurde heiss und kalt zugleich. Ich dachte: Nichts anmerken lassen und nahm das 10er Bündel in die Rechte Hand und zählte halblaut mit wenn ich einen Schein in die Linke Hand hinüberlegte. Ich kam bis 4, dann kam ich ins stocken und hatte das Gefühl das jeder im Raum nur auf mich schaut. Was tun ohne weiter aufzufallen ? Ich fuhr fort die Scheine in die andere Hand zu legen und nickte einfach jedes mal stumm. Am Schluss sagte ich " Stimmt " und verlies fluchtartig die Bank.
- Was war auf einmal mit mir los ?
- Das war einer der ersten Tage mit dieser Erkrankung.
- Ein anderes kurzes Beispiel:
- ‚ Wie 'als gesund' gewohnt ging ich in den Keller der Firma wo ich arbeitete um mir eine Getränkeflasche zu holen. Es war morgens und noch halbdunkel, aber da ich wusste wo der Vorrat stand griff ich in eine Kiste und - erwischte eine leere Flasche. Und sofort schoss es mir durch den Kopf: So etwas passiert nur Dir."
- Die Muskeln waren schlapp und allein das ankleiden Morgens war so anstrengend dass ich mich gleich wieder hinlegen musste.
- Das ganze Leben war leer. Es schien nicht mehr weiterzugehen und gab keine Zukunft mehr.“
- Wer eine Depression hat, leidet an mehreren dieser Beschwerden:
- Traurigkeit, Niedergeschlagenheit
- Für den Gesunden stelt sich die Trauer als intensives, erlebtes Gefühl dar zu dem auch Weinen gehört. Danach stellt sich eine Erleichterung ein. Diese Erleichterung empfindet der Depressive nicht. Viele Depressive sind nicht einmal in der Lage zu weinen. Da ist nur eine gähnende innere Leere.
- Kein Interesse an gewohnten Aktivitäten
- Damit ist nicht nur berufliches Interesse gemeint. So berichten Angehörige: „Früher hat er grundsätzlich in der Zeitung gelesen oder die Nachrichten im Fernsehen gesehen, jetzt interessiert ihn das nicht mehr.“