Depressionen verstehen: Behandlung der Erkrankung.
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- Es kann schnell gehen, es kann aber auch ein wenig länger dauern, bis Sie wieder ganz Sie selbst sind. Wie für kaum eine andere seelische Störung gibt es so gute und sichere Behandlungsmöglichkeiten wie für Depressionen!
- Ihr Arzt wird Ihnen helfen, den richtigen Weg zu finden.
- Es ist in Mode gekommen, das Wort "depressiv". Jeder kennt es und jeder wendet es an, und meistens wird damit nur ausgedrückt, daß man ein Stimmungstief und damit das Recht auf einen "Durchhänger" hat.
Die wenigsten wissen, was es tatsächlich heißt, depressiv zu sein.
- Denn als nicht Betroffener ist es völlig unmöglich, sich auch nur annäherungsweise vorstellen zu können, welche massiven Ängste damit verbunden sind, wie sich eine dauernde Freudlosigkeit anfühlt und wie es ist, so völlig mutlos zu sein.
- Die Erkrankung mit einem Satz zu beschreiben ist unmöglich, denn die Depression hat zu viele Gesichter, ganz unterschiedliche Ausprägungen und individuelle Verläufe. Auf jeden Fall bedarf sie unbedingt einer Behandlung.
- Wir haben auf den folgenden Seiten eine ganze Reihe der seelischen und körperlichen Störungen aufgezeigt. Sie werden sich hier und da, mal mehr, mal weniger wiedererkennen; denn hier sind die Gefühle, die Symptome, die von einem depressiven Patienten so schwer greifbar und noch schwerer formulierbar sind, in Worte gefaßt.
"Ich fühle eine unendliche Traurigkeit."
- Der depressive Patient fühlt sich resigniert, unglücklich, bedrückt, niedergeschlagen, trostlos und schwermütig. Kennzeichnend sind tiefe Seufzer, leises Vor-sich-hin-Weinen oder auch Verzweiflungsausbrüche und Weinkrämpfe. Aber die Depression kann sich auch in tränenloser Trauer niederschlagen.
"Ich kann keine Freude mehr empfinden."
- Das ist absolut kennzeichnend für eine depressive Erkrankung. Es ist nicht mehr möglich, auf positive Reize von außen mit Freude zu reagieren. Der Patient ist teilnahmslos, wie abwesend. Für ihn ist kaum mehr vorstellbar, wie sich Freude 'anfühlt'. Die negativen Gedanken haben dermaßen Besitz ergriffen, daß ein Grund zur Freude auch gar nicht mehr gesehen wird.
"An nichts habe ich mehr Interesse."
- Mehr und mehr verliert sich das Interesse an Aufgaben, Verpflichtungen und Dingen, die früher nicht nur etwas, sondern vielleicht sogar sehr viel (wenn nicht alles) bedeutet haben.