Depressionen und Leiden. Krankheit, Gefühle und Menschen.
- Verständliche Darstellung des Leidensbildes „ Depressionen “ für Interessierte. | 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 |
- Als ich mir gar keinen Rat mehr wußte, habe ich sie zum Arzt gebracht.
- Die Diagnose: Schwere depressive Erkrankung.
- Nun wußte ich zwar, wie die Krankheit hieß, die meine Frau so schrecklich verändert hatte und die unser Zusammleben so belastete, aber was DEPRESSION wirklich bedeutet, wie schrecklich sie sich fühlen mußte, das wußte ich damals nicht. Ich war erschüttert, als ich dann nach und nach mehr erfuhr über diese Krankheit.
- Ich verstand plötzlich, wie sehr die an Depressionen erkrankten Patienten unter diesen vielen schrecklichen Symptomen leiden.
- Ich selbst habe nie unter Depressionen gelitten und ich gebe zu, daß es damals wie heute meine Vorstellungskraft überstieg, was es bedeutet, so "leben" zu müssen. Aber das Wissen um die belastenden Symptome hat sehr viel dazu beigetragen, daß ich Verständnis und Hilfe anbieten konnte.
- Diese Broschüre wurde geschrieben, um nun Ihnen diese Krankheit näherzubringen. Bitte lesen Sie sie aufmerksam durch. Jede Zeile wird Ihnen helfen, den depressiv Erkrankten besser zu verstehen und auf eine Weise für ihn dazusein, die helfen wird, seinen Weg aus der Depression zu unterstützen.
- Wie fühlt man sich als depressiv Erkrankter ?
- Es ist unmöglich, wirklich nachzuempfinden, wie sich ein Depressiver fühlt, aber lesen Sie ganz langsam die folgenden Empfindungsbeschreibungen durch und versuchen Sie, sich in diese Gefühlswelt hineinzuversetzen.
- Das wird nicht einfach sein!
- Doch nur so kommen Sie dem seelischen Desaster Ihres depressiv erkrankten Angehörigen näher:
- Sie sind völlig hilflos
- Ihr Lebens ist ohne Sinn
- Sie verstehen sich selbst nicht mehr
- Sie leben ständig mit Ängsten
- Sie haben keinerlei Energie mehr
- Sie leben wie durch einen Glaswand, dabei und doch isoliert
- Sie können sich über nichts freuen
- Sie verlieren die Gefühle anderen gegenüber
- Sie spüren ständige Trauer
- Sie haben Ihr Selbstwertgefühl verloren
- Sie funktionieren nicht mehr
- Sie können nicht weinen
- Sie taugen zu nichts
- Sie haben keine Hoffnung
- Das Denken wird langsamer
- Sie können sich nicht mehr konzentrieren
- Keiner liebt Sie
- Sie sind schuld an Allem
- Das Beste wäre, es gäbe Sie gar nicht !
- Können Sie sich vorstellen, weich eine Tortur es sein muß, so leben zu müssen?
- Oder können Sie es - wie ich damals - gar nicht fassen, daß eine solche Vielzahl so schrecklicher Gefühle einen einzigen Menschen heimsuchen kann?
- Sie verstehen jetzt sicher, daß diese Krankheitssymptome zwangsläufig zu einer Veränderung eines Menschen führen müssen.