Lichttherapie, Schlafentzug, Pharmakotherapie und Arzneimittel.
- Therapie der Depressionen ff.
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- Soziotherapie.
- Sie versucht stützend, klärend oder umorientierend auf psychosoziale Belastungen einzugehen, z. B. in Partnerschaft, Familie, Nachbarschaft, Beruf und in anderen Bereichen. Besonders wichtig einige Hinweise, was mögliche Irrtümer und Fehlerquellen im Umgang mit depressiv Erkrankten anbelangt.
- Physiotherapie.
- Sie versucht im weitesten Sinne zu kräftigen, zu aktivieren, aber auch zu lockern und zu entspannen: Massage, Kneipp´sche Anwendungen, medizinische Bäder mit entsprechenden Zusätzen, ferner Gymnastik, Bewegungstherapie, Schwimmen, Laufen, Radfahren, Trimmen, Bewegungsspiele, Musik-Rhythmus-Tanz usw. Dazu Entspannungsübungen wie Autogenes Training, Yoga sowie gezielte Verfahren zur Muskelentspannung und Atemübungen. Meist vernachlässigt, als wichtige Behandlungsmaßnahme in eigener Verantwortung aber besonders wirkungsvoll: der antidepressive "Gesundmarsch" bei Tageslicht und im Grünen.
- Spezielle Depressionsbehandlungen.
- Schlafentzug ("Wachtherapie"),
- die Lichttherapie (Fototherapie) sowie die
- Durchflutungsbehandlung (Elektrokrampftherapie - EKT).
- Sie kommen in der Regel bei ganz bestimmten depressiven Zuständen zum Einsatz, meist in der Fachklinik.
- Pharmakotherapie.
- Die Behandlung mit spezifischen Arzneimitteln wird zwar in der Allgemeinheit eher zurückhaltend beurteilt, gilt aber unter der Ärzteschaft als unverzichtbare Basis einer wirkungsvollen Therapie, zumindest bei entsprechenden Depressionsformen.
- Das sind zum einen die synthetischen ("chemischen") Antidepressiva, die einzigen wirklich antidepressiv wirkenden Substanzen, auch wenn gelegentlich aus Unkenntnis, Verzweiflung, Not oder durch falsche Informationen nur Beruhigungs-, Schlaf- und Schmerzmittel, Neuroleptika als "Wochenspritze" oder gar Psychostimulanzien und bestimmte Arzneimittel eingesetzt werden, die den Gehirnstoffwechsel anregen sollen.
- Ein Kompromiss für zumindest leichtere depressive Zustände sind Pflanzenmittel, wobei aber auch hier eine antidepressive Wirkung nur für Johanniskraut bewiesen ist.
- Zum zweiten und immer häufiger genutzt sind rückfallverhütende Arzneimittel (Fachbegriffe: Phasen- oder Rezidivprophylaktika), also Substanzen, die das erneute Auftreten einer Depression verhüten sollen. Davon stehen inzwischen drei Substanzen mit zahlreichen Handelspräparaten zur Verfügung (Lithiumsalze, Carbamazepin und Valproinsäure).
- Einzelheiten zur Pharmakotherapie siehe Teil 3 (Pharmakotherapie).