Neuroleptika, Depressionen.
- Depressionen Teil 3, Medikamentös, ff.
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- Psychostimulanzien (Weckmittel).
- Ein ähnliches Problem ergibt sich bei der Bitte um aktivierende Medikamente. Psychostimulanzien oder Weckmittel wurden früher häufiger eingesetzt, waren eine zeitlang als Medikamente praktisch bedeutungslos und haben sich erst in letzter Zeit wieder als wirkungsvolle Hilfe beim hyperkinetischen Syndrom ("Zappelphilipp") im Kindes- und Jugendalter herausgestellt - und zwar ohne Suchtgefahr! In der Rauschdrogenszene spielen sie aber nach wie vor eine bedenkliche Rolle, vor allem um die drogenbedingte Mündigkeit nach Haschisch, Opiaten u. a. zu überspielen. Warum soll nun ausgerechnet ein Depressiver aktivierende Medikamente verlangen?
- Eine Depression äußert sich fast immer in Energielosigkeit, rascher Erschöpfbarkeit, ja völliger Kraftlosigkeit. Initiative, Schwung, Antrieb, Spannkraft, Ausdauer usw. welken dahin, die Betroffenen sind willenlos bis apathisch. Ihre Leistungsfähigkeit in Haushalt und Beruf bricht völlig ein, und zwar schon nach kleinen Anstrengungen oder Routinearbeiten. Meist zermürbt noch ein qualvolles Elendigkeitsgefühl, wie bei einer schweren Grippe.
- Die Betroffenen sind verzweifelt - und verlangen deshalb nach aktivierenden Medikamenten, um wenigstens wieder ein Minimum an Aufgaben erfüllen zu können. Früher hat man dies tatsächlich auch mit Psychostimulanzien versucht. Doch die Folgen waren verheerend, denn dadurch werden die kümmerlichen Rest-Reserven noch schneller verschlissen. Heute weiß man: Die depressionsbedingte Kraftlosigkeit kann nur durch Antidepressiva behoben werden.
- Neuroleptika (Antipsychotika).
- Neuroleptika sind Arzneimittel, die - je nach Wirkstoff - mehr oder weniger stark antipsychotisch sowie unterschiedlich dämpfend wirken. Eine Psychose ist eine Geisteskrankheit, so wenigstens die Kurzerläuterung. In Wirklichkeit ist sie eine allgemeine psychiatrische Bezeichnung für verschiedene Formen seelischer Störung und damit auch mit einem vielschichtigen Leidensbild (bis hin zu Wahn, Sinnestäuschungen und damit entsprechenden Verhaltensauffälligkeiten, z. B. Erregungszuständen).
- Eine Psychose kann "endogen" sein, das heißt von innen kommen wie die schizophrene Psychose. Oder exogen, wie die traumatische Psychose nach Schädel-Hirn-Unfall bzw. die Vergiftungs-Psychose nach Rauschdrogen-Konsum. Auch gibt es Psychosen durch altersbedingte Hirngefäß-Verkalkung, Stoffwechselstörungen u. a.