Psychologisch Depressionen.
- Depressionen 2. Teil, Hilfen ff.
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- Die langfristigen psychischen Auswirkungen körperlicher Aktivität werden weniger einheitlich beurteilt. Doch auch hier sollen hierauf am günstigsten leichtere bis mittlere depressive Zustände ansprechen. Wer irgendwann damit beginnt, kann trotzdem daraus Nutzen ziehen. Wer später damit aufhört, muss trotz früherer Aktivität mit entsprechenden Beeinträchtigungen rechnen.
- Ob körperlicher Aktivität eine depressionsvorbeugende Wirkung zukommt, ist noch unklar, wird aber zumindest aus psychologischer Sicht bejaht.
- Allerdings muss gerade der depressiv Kranke aufgrund seiner Willenlosigkeit, Kraftlosigkeit, raschen Erschöpfbarkeit und seelisch-körperlichen Hemmung konsequent, aber maßvoll angepasst stimuliert werden. Das kann ein hartes Stück Arbeit werden. Mit zum Teil heftigen Widerständen seitens der Betroffenen ist zu rechnen. Doch man darf sich nicht beirren lassen. Das Endergebnis kommt allen zugute.
- Am günstigsten ist ein "täglicher Gesundmarsch" von einer halben bis ganzen Stunde Dauer, je nach seelisch-körperlicher Leistungsfähigkeit. Aber auch Fahrradfahren, Gymnastik, Schwimmen, Gartenarbeit usw. sind durchaus heilsam. Gartenarbeit gilt ja bekanntermaßen an sich schon als "stimmungsausgleichend". Wie überhaupt eine "grüne Umgebung", insbesondere aber der Wald als "großer stiller Therapeut" nachweisbar die wohltuendste Umgebung sind.
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- Der Wald als Therapeut.
- Mit Bäumen
- kann man wie mit Brüdern reden
- und tauscht bei ihnen
- seine Seele um.
- Die Wälder schweigen.
- Doch sie sind nicht stumm.
- Und wer auch kommen mag,
- sie trösten jeden.
- Erich Kästner.
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- Das Tagslicht nützen.
- Auf jeden Fall empfiehlt es sich das Tageslicht zu nützen. Nicht nur bei den saisonalen oder saisonal abhängigen Depressionen (SAD), auch Winter- und Lichtmangeldepression genannt (siehe diese), kann eine Verlängerung der täglichen Lichteinwirkung hilfreich sein, auch bei allen anderen Formen von Depression.
- In der dunklen Jahreszeit kann man fast schon von einem vorbeugenden Effekt körperlicher Aktivität auf die Stimmungslage sprechen.
- Therapeutisch versucht man es deshalb sogar mittels künstlichem Lichtes, das der spektralen Zusammensetzung des natürlichen Sonnenlichtes angepasst ist und eine mindestens zehnfache Intensität normaler Zimmerbeleuchtung aufweist (Licht- oder Phototherapie).
- Noch wichtiger aber ist Erkenntnis, dass ein mindestens halb- bis einstündiger "Gesundmarsch bei Tageslicht" das Gleiche leistet. Denn selbst ein bedeckter Himmel weist mehr Helligkeit auf als die künstliche Lichttherapie zu erreichen vermag.
- Wesentlich für den therapeutischen Erfolg ist aber die regelmäßige Anwendung, die gerade bei Depressiven in der Regel nur durch engagierte Angehörige sichergestellt werden kann. Deshalb gilt es sich immer wieder einzuprägen:
- Der tägliche Gesundmarsch bei Tageslicht und im Grünen, möglichst nicht unter einer halben bis ganzen Stunde, gilt inzwischen als eine der wirkungsvollsten Therapiemaßnahmen bei Depressionen und Angststörungen - und zwar in eigener Initiative.