Psychopharmaka, Angst.
- Depressionen Teil 3, Medikamentös, ff.
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- Psychotrope Pflanzenheilmittel.
- Psychotrope Pflanzenheilmittel mit Wirkung auf das Seelenleben gibt es seit Menschengedenken. Von den zahlreichen Heilpflanzen werden heute vor allem folgende genutzt: Hopfenzapfen, Melissenblätter, Passionsblumenkraut und die offizinelle Baldrianwurzel mit vor allem beruhigender und ggf. schlaffördernder Wirkung. Kava-Kava-Substanzen gegen nervöse Angst-, Spannungs- und Unruhezustände. Und das Johanniskraut mit milder stimmungsstabilisierender bzw. stimmungsaufhellender Wirkung. Es ist die einzige wirkliche antidepressiv wirkende Substanz pflanzlicher Herkunft. Diese Erkenntnis hat Vor- und Nachteile.
- Der Vorteil liegt darin, dass (wieder) mildere und nebenwirkungsarme Antidepressiva in den Mittelpunkt des Interesses rücken. Der Nachteil besteht in ihrer Überschätzung und damit der Gefahr eines unkritischen Einsatzes. Deshalb später eine etwas ausführlichere Darstellung des antidepressiven Johanniskrauts, das sich zur Zeit wachsender Beliebtheit erfreut. Beim speziellem Interesse siehe auch das eigene Kapitel zum Thema Johanniskraut.
- Antidepressiva.
- Antidepressiva sind Arzneimittel gegen depressive Zustände oder treffender: die einzigen wirklich antidepressiv wirkenden synthetischen Substanzen. Deshalb später eine umfassende Übersicht.
- Rückfallverhütende Arzneimittel. Rückfallverhütende Arzneimittel (Fachbegriffe: Phasenprophylaktika, Rezidivprophylaktika) sind Substanzen, die - wie der Name sagt - das erneute Auftreten einer Depression verhüten sollen. Dies gilt nicht nur für die depressive Herabgestimmtheit, sondern auch für die manische "Heraufgestimmtheit", also das Gegenstück der Depression.
- Die drei derzeit in Deutschland verfügbaren Substanzgruppen sind die Lithiumsalze, das Carbamazepin sowie die Valproinsäure. Einzelheiten dazu siehe später.