Psychotherapie, Verfahren bei Depressionen.
- Therapie der Depressionen ff.
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- Psychotherapeutischer Zugang.
- Depressionen gibt es seit Menschengedenken und behandelt werden diese Leiden schon genauso lange, jedenfalls der glücklichere Teil der Betroffenen, dem eine entsprechende Therapie zuteil wurde. Vor allem gab es schon die Psychotherapie, bevor dieser Begriff überhaupt geprägt wurde.
- In der Depressionsbehandlung wurden im Verlaufe der letzten Jahrzehnte zahlreiche Psychotherapie-Verfahren eingesetzt, von denen sich nach Ansicht der Experten vor allem drei durchgesetzt haben (ohne dass damit eine Erfolgswertung bezüglich der anderen Therapie-Methoden gemacht werden soll):
- unterstützende (unspezifische) Verfahren.
- verhaltenstherapeutische Verfahren.
- tiefenpsychologische Verfahren.
- Das Wichtigste ist eine tragfähige zwischenmenschlich-therapeutische Basis, ein vertrauensvolles Therapeut-Patient-Verhältnis. Dazu kommt eine spezifische Erfahrung mit depressiven Patienten, die den Therapeuten vor ganz andere Probleme stellen als zum Beispiel eine reine Angst- oder Zwangsneurose, als psychosomatische Störungen usw.
- Dabei braucht es vor allem eine ruhige, gelassene und optimistische Einstellung (die sich bei der Depression aber glücklicherweise auch meist bewahrheitet) und viel Kraft. Zurückhaltend wird der Therapeut dagegen bei vorschnellen Interpretationen und Lösungen sein und insbesondere auch allzu energische Überzeugungs-Versuche vermeiden.
- Unerlässlich sind eine fast unendliche Geduld, reichlich Reserven im seelischen (und sogar körperlichen) Bereich und die Fähigkeit, sich nicht vom depressionstypischen Pessimismus, von Niedergeschlagenheit oder gar Verzweiflung anstecken zu lassen.
- So gilt es immer und immer wieder zur versichern, dass es seit Jahrtausenden Wege aus der Depression gab und gibt, die inzwischen wirkungsvoll verbessert werden konnten. Und dass es im Rahmen dieser Zeit Millionen von Depressiven gab und weltweit noch immer gibt, was vor allem heißt, dass der Patient nicht alleine und verloren ist. Und dass die Depression, so quälend sie auch sein mag, ein Leiden ist, das erfolgreich behandelt werden kann und sich in der Regel völlig zurückbildet (eine gewisse nachvollziehbare Verunsicherung abgesehen). Weitere Aspekte siehe auch das Kapitel: Depression - bleibt wirklich nichts zurück?
- Wie verläuft die Psychotherapie der Depressionen ?
- Nach und nach werden die therapeutischen Sitzungen, die anfangs wegen der raschen Erschöpfbarkeit des Patienten eher kurz waren (in der Regel rund 20 Minuten), etwas länger und vor allem in ihrem Ablauf strukturierter. Immer häufiger werden Einzelprobleme nicht nur an-, sondern durchdiskutiert: Zuerst wenige und nicht gerade die schwerwiegendsten, danach auch komplexe Situationen, Ursachen und Folgen, schließlich die entscheidenden oder Schlüsselprobleme, sofern es solche gibt (wie der Patient meint, aber zumeist gibt es sie in der Tat, auch wenn er sie verdrängt hat).