Schmerzmittel, Analgetika.
- Depressionen Teil 3, Medikamentös, ff.
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- Schmerzmittel (Analgetika).
- Depressionen können sich in vielfältigen schmerzhaften Beeinträchtigungen äußern, teils ohne Grund, teils als Verstärkung eines vorbestehenden Schwachpunktes: Kopfschmerzen, Muskelverspannungen im Schulter-Nacken-Bereich, Herzbeschwerden (Stechen, Brennen, Druck), Rücken-, Gelenk- und Muskelschmerzen, meist diffus und wandernd. Dazu allgemeine Missempfindungen wie Ziehen, Brennen, Reißen u. a.
- Die Patienten greifen zermürbt zu Schmerztabletten und müssen bald resigniert feststellen: Es hilft alles nichts. Seelisch ausgelöste oder verstärkte Schmerzen sind häufig dadurch charakterisiert, dass sie die Betroffenen "so wie wenn" oder "als ob", also irgendwie "anders" empfinden. Und dass sie dann durch Schmerztabletten auch nicht zu mildern und schon gar nicht zu beheben sind, zumindest auf Dauer. Dafür versteckt sich hinter solchen diffusen und schwer deutbaren Schmerzen mitunter eine unerkannte Depression. Auch hier wäre also das Wichtigste ein Antidepressivum und nicht Schmerztabletten.
- Gehirnstoffwechsel-anregende Arzneimittel (Nootropika, Antidementiva).
- Depressionen gehen in jedem Lebensalter mit verminderter Aufmerksamkeit, verstärkter Energielosigkeit, zunehmender Entscheidungsunfähigkeit, vor allem aber mit Merk- und Konzentrationsstörungen einher. Das Denken wird langsam, umständlich, mühsam, einfallsarm, die Vergesslichkeit nimmt bedenkliche Formen an. Zuletzt geraten die Betroffenen regelrecht in Panik, weil "ihr Kopf völlig leer ist". Das setzt schon jungen Leuten zu. Im höheren Lebensalter aber quält eine besondere Angstvorstellung: Die Furcht, eine Demenz, vor allem die am häufigsten zitierte Alzheimer´sche Demenz, also eine vorzeitige Geistesschwäche zu bekommen, aus der es kein Zurück mehr gibt.
- Wenn es sich um eine depressive Denkerschwernis handelt, nennt man das in Fachkreisen auch eine "depressive Pseudo-Demenz", weil sie einer wirklichen Geistesschwäche so täuschend ähnlich sieht. Es gibt aber einen wesentlichen Unterschied: Die echte Demenz schreitet meist fort. Die geistige Beeinträchtigung durch eine Depression dagegen hellt sich wieder auf, wenn die Depression zurückgeht.
- Bevor man aber die Diagnose einer Depression ins Auge fasst, vor allem weil nur wenige wissen, dass Depressionen mit Merk- und Konzentrationsstörungen sowie unfassbarer Vergesslichkeit einhergehen, verlangen viele Betroffene (und ihre Angehörigen!) vom Arzt eine Behandlung mit Arzneimitteln, die den Gehirnstoffwechsel anregen ("die Gehirndurchblutung verbessern"). Selbst wenn der Arzt die Depression erkennt und eine gezielte Behandlung mit Antidepressiva vorschlägt, muss er oftmals immer noch gegen die irrige Meinung ankämpfen, hier würden nur "Gehirntabletten" weiterhelfen.
- Bei einer echten Demenz hat ein solcher Behandlungsversuch seine Berechtigung. Bei einer Depression aber bringen nur Antidepressiva die alte Denkleistung wieder zurück.