Zu Symptomen und Vererbung.
- Depressionen Teil 1 ff., Risikofaktoren.
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- Zu den Risikofaktoren zählen neben dem weiblichen Geschlecht vor allem eine erbliche Belastung, z. B. depressive Erkrankungen in der Familienvorgeschichte. Dabei darf man nicht nur die Eltern, sondern muss auch deren Vorfahren einzubeziehen, also die Großeltern und deren Verwandte mütterlicher- und väterlicherseits.
- Je genauer man nachprüfen kann, desto häufiger stößt man auf den Verdacht einer erblichen Vorbelastung. Das ist allerdings oft schwierig, denn früher kannte man sich mit Depressionen weit weniger aus und versuchte vor allem alles zu vertuschen, was irgendwie seelisch auffällig war.
- Daneben gibt es aber auch weitere Risikofaktoren, vor allem auf sozialem Gebiet: Getrennte und geschiedene Personen und solche ohne vertraute Umgebung erkranken eher. Als wichtigster Schutzfaktor erweisen sich vertrauensvolle menschliche Beziehungen und eine positive berufliche Einstellung. Offenbar spielen die häufig als Ursache herangezogenen belastenden Lebensereignisse oder Schicksalsschläge vor allem eine Auslöserrolle im Vorfeld der ersten depressiven Episoden. Dagegen scheint für sich wiederholende Depressionen eher eine pathophysiologische (biologische) Krankheitsanfälligkeit von Bedeutung.
- Oder kurz: Die ersten Auslöser kommen mehr von außen, die späteren von "innen". Besonders kritisch wird es dann, wenn sich die Schicksalsschläge so häufen, dass sich das Opfer dazwischen nicht mehr recht erholen kann.Wie kann man eine Depression erkennen?
- Depression ist nicht nur Schwermut. Im Gegenteil: Viele Depressive schleppen sich erst einmal mit Leistungsabfall und körperlichen Beschwerden dahin und dies oft viel zu lange, d. h. im Schnitt mehrere Monate, falls sie überhaupt ihren Arzt konsultieren.
- Sie klagen vor allem über Schlaf-, Appetit-, Magen-Darm-, Herz- und Atmungsstörungen, über Verspannungen, Gelenk-, Rücken- und Muskelschmerzen, ehe sie - meist nur auf direktes Befragen - auch Merk- und Konzentrationsstörungen, Unruhe, innere Anspannung, Entscheidungsunfähigkeit, Interesseschwund, Gleichgültigkeit und allgemeine Lustlosigkeit zugeben.
- Dabei hilft die alte Erkenntnis weiter:
- Eine Depression äußert sich eher in einer Art Elendigkeitsgefühl ("wie bei einer schweren Grippe") als durch auffällige Traurigkeit.
- Zu den häufigsten Krankheitszeichen gehören folgende Symptome:
- Depressive Herabgestimmtheit von abnormem Ausmaß, was ihre Intensität und Dauer anbelangt.
- Verlust von Interesse und Freude.
- verminderter Antrieb und abnorme Ermüdbarkeit.
- Verlust von Selbstvertrauen und Selbstwertgefühl.
- Unbegründete Selbstvorwürfe.
- Gedanken an den Tod, auch von eigener Hand.
- Denk- und Konzentrationsstörungen.
- Bewegungsstörungen: entweder passiv, schwach, kraftlos oder gespannt-rastlos umhergetrieben.
- Schlafstörungen.
- Ausgeprägte Änderungen des Appetits (meist Gewichtsverlust, seltener Heißhunger).