Depression, Depressionen

Langzeitdaten zur Anfallsreduktion, Abb. 3:
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Das Stimulationssystem wird bei einem gering invasiven chirurgischen Eingriff implantiert, der bei entsprechender Erfahrung nur ca. eine Stunde dauert. Erstmalig wurde 1988 einem Epilepsiepatienten das Gerät im Rahmen einer klinischen Pilotstudie implantiert. Es folgten zwei randomisierte, aktiv kontrollierte Doppelblindstudien mit insgesamt 310 Patienten ( low vs. high stimulation; E03 und EO5). Patienten der Hoch-Stimulationsgruppe wiesen nach einer 14-wöchigen Behandlungsdauer eine durchschnittliche Reduktion der Anfallshäufigkeit von etwa 25% auf.

Nebenwirkungen, wie z.B. Veränderungen der Stimme oder Husten während der Stimulationsphase, wurden von den Patienten als „mild“ bewertet und mit der Zeit besser toleriert. Diese Ergebnisse führten 1994 in Europa bzw. 1997 in den USA zur Zulassung der VNS für die Behandlung komplex-partieller Anfälle. Innerhalb der Europäischen Union ist VNS auch für die Behandlung primärgeneralisierter Anfälle zugelassen.

Langzeitdaten von 434 Patienten haben gezeigt, dass sich die mittlere Reduktion der Anfallshäufigkeit mit der Dauer der Behandlung weiter verbessert (Abb. 3). Kürzlich wurden Daten veröffentlicht, die darauf hinweisen, dass die Anzahl plötzlicher, unerklärter Todesfälle von Epilepsiepatienten nach zweijähriger Stimulation rückläufig ist.


Abb. 3:

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