Depression, Depressionen

Quelle: Duke Health

25.09.2004

Biologische Zusammenhänge aufgeklärt

Forscher haben herausgefunden, wie gesunde Menschen durch leichte Depressionen herzkrank werden können

Ärger und Traurigkeit begünstigen Herzattacken

Das Team von der Duke Universität in Durham (US-Bundesstaat North Carolina) entdeckte, dass psychologische Faktoren wie Ärger, Feindseligkeit und Traurigkeit die Produktion eines Eiweißstoffes ankurbeln, der als C-reaktives Protein (CRP) bekannt ist. Dieses wiederum spielt bei Herzerkankungen eine Rolle.

«Jede zweite Herzattacke trifft einen Menschen ohne traditionelle Warnzeichen», erläutern Edward Suarez und Kollegen in der Septemberausgabe des Journals «Psychosomatic Medicine», das am Donnerstag in New York vorlag. «Darum ist es wichtig, die anderen Auslöser zu identifizieren».

Doppelt so hohe Werte bei traurigen Menschen

Alarmzeichen seien unter anderem hoher Blutdruck, ein hoher Cholesterinspiegel und Diabetes. Das Duke-Team legte 121 Studienteilnehmern einen Fragebogen vor, in dem sie sich als ausgewogen und ruhig oder reizbar und leicht verärgert beschreiben konnten. Anschließende Blutproben zeigten, dass genau jene Männer und Frauen, die häufig erregt oder auch traurig sind, zwei bis drei Mal so hohe CRP-Werte im Blut haben.

Auch Raucher und Diabetiker gefährdet

Suarez hatte bereits in früheren Untersuchungen nachgewiesen, dass Stress bei leicht erregbaren Menschen die Produktion des (Stress-) Hormons Noradrenalin ankurbelt. Dieses Hormon wirkt auf das Immunsystem und aktiviert Gene, die leichte, aber chronische Entzündungsprozesse auslösen. Die Entzündung wiederum ruft das für das Herz gefährliche C-reaktive Protein auf den Plan. Auch Raucher sowie Patienten mit hohem oder ungünstigem Cholesterin sowie Diabetes haben erhöhte CRP-Werte im Blut. CRP wird von der Leber ausgeschüttet ‐ unter anderem als Reaktion auf Entzündungen an den Blutgefäßwänden.

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