Depression, Depressionen

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Woher die Erreger tatsächlich kommen, ist auch heute noch ungeklärt.

Nach wie vor fürchten Pferde-Halter die Bornasche Kranheit, vor allem in bestimmten Gebieten Süddeutschlands und Sachsens. Ihre Symptome sind nicht immer leicht zu erkennen.

"Die Borna-Krankheit ist eine zentralnervöse Störung, die ganz unterschiedliche Krankheitsbilder zeigt. Hier eine Bewußtseinstrübung, die noch einen geringen Grad, eine sogenannte Somnolenz, aufweist. Das Pferd wirkt schläfrig, das Ohrenspiel ist nicht rege, das Pferd wirkt wie sediert, wie ruhiggestellt. Ein weiteres Krankheitsbild, das nicht selten auftritt, ist das Nichterkennen von Futter. Wie sie hier sehen wird dem Tier Heu gereicht, es handelt sich um eine achtjährige Araberstute, sie verbeißt sich in der Einstreu und erkennt das Futter nicht mehr

Arthur Grabner beschäftigt sich seit 20 Jahren mit der Bornaschen Krankheit und hat ihre typischen Symptome mit seiner Videokamera festgehalten.

Oft vergessen die Pferde beim Fressen plötzlich das Weiterkauen. Im ersten Moment denken die Besitzer daher häufig an eine Verdauungstörung oder Kolik.

Schon an der Haltung der Gliedmaßen erkennen erfahrene Ärzte die tückische Krankheit, und auch das Verdrehen von Hals und Kopf ist typisch.

Mit fortschreitender Krankheit werden die Tiere immer stumpfsinniger. Viele bornakranke Pferde rennen immer im Kreis herum. Ansprechbar sind die Tiere in diesem Zustand nicht mehr.

Im Endstadium fallen sie in eine Art Koma; den Tierärzten bleibt nur die Gnadenspritze; ein Heilmittel gibt es nicht.

Die Krankheit tritt gehäuft im Frühjahr auf, und fast immer sind es nur einzelne Pferde, die eingeliefert werden - selbst aus größeren Beständen.

Daraus ist zu schließen, daß die Borna-Krankheit mit einiger Wahrscheinlichkeit nicht, oder wohl kaum durch einen Kontakt der Pferde untereinander zustande kommt, sondern daß hier andere Erreger, andere Vektoren, Krankheitsüberträger, eine Rolle spielen müssen.

Die Krankheitsübertragung ist nur eines der Rätsel, die die Bornasche Krankheit den Forschern bis heute aufgibt. Etwa 20 Pferde sterben in der Münchner Tierklinik jährlich daran, Gewebeproben der Tiere sollen helfen, mehr über die Krankheit zu lernen. Sibylle Herzog holt sie meist persönlich ab, um sie in Ihrem Labor an der Universität Gießen zu untersuchen.

Patientin:

Das erste Mal war eben 1990, wo ich hier auch stationär war, da hatte ich ziemliche Depressionen, wollte auch nicht mehr rausgehen, hab mich zuhause eingeschlossen, bin nicht mehr ans Telefon, war halt ziemlich depressiv, hab auch Angstzustände gehabt, auch daheim, also hab nur noch mit Licht geschlafen, mir ist es da echt nicht gut gegangen, und das war eigentlich die ganzen Jahre über ziemlich depressiv. Ich hab in der Früh wo ich aufgestanden bin schon zum Heulen angefangen.

Universität Gießen, ein Zentrum deutscher Borna-Forschung. In diesem Gebäude gelang dem Tierarzt Wilhelm Zwick 1924 der Nachweis, daß die geheimnisvolle Pferdekrankheit durch ein Virus verursacht wird. Virus-Nachweis, das hieß damals, daß sich mit einem Serum von kranken Tieren andere Tiere infizieren ließen, obwohl darin nachweislich keine Bakterien enthalten waren. Also mußte es ein anderer, kleinerer Erreger sein - ein Virus.

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