Depression, Depressionen
- Depression. 19.09.2004
- Der Standard - Austria.
- Wer kennt das nicht? Die Winterdepression. Die Sonne scheint selten, der Himmel ist grau und das trübe Wetter schlägt einem auf das Gemüt. In der dunklen Jahreszeit steigt die Quote der über depressive Verstimmung klagenden Personen stark an. Doch tatsächlich haben Depressionen immer Saison. In Deutschland wird die Zahl depressiver Menschen auf 4 Millionen geschätzt. Den wenigsten Mitbürgern ist diese Dimension bewusst und sie haben oft große Schwierigkeiten im Umgang mit psychisch Erkrankten. Zu Recht fühlen sich Betroffene isoliert und leiden unter mangelndem Verständnis. Angesichts dieser Missstände besteht dringender Handlungsbedarf: Gezielte Aufklärungsarbeit leisten und Vorurteile abbauen heißt die Strategie. Daher hat der BVDN die "Initiative Bewusstsein" gestartet.
- sich-von-der-Seele-schreiben ist ungesund. 19.09.2004
- Tages-Anzeiger Online
- «Liebes Tagebuch...» - wer regelmässig so oder ähnlich beginnend seine Erlebnisse niederschreibt, gefährdet seine Gesundheit. Das behauptet jedenfalls die britische Psychologin Elaine Duncan von der Glasgow Caledonian University.
- In einer Studie an Studenten hat sie festgestellt, dass regelmässige Tagebuchschreiber einen schlechteren Gesundheitszustand aufweisen, als ihre Kollegen.
- Die Ergebnisse wurden bei einem Treffen der British Psychological Society in Edinburgh präsentiert. 94 Personen, die ein Tagebuch führten, wurden mit 41 Schreibmuffeln verglichen. Eigentlich hätten die Wissenschafter angenommen, dass das oft zitierte «sich-von-der-Seele-schreiben» entspannend ist und die Gesundheit fördert, aber genau das Gegenteil kam schliesslich heraus.
- Tagebuchschreiber hatten öfter gesundheitliche Probleme, etwa Kopfschmerzen, Schlafstörungen oder Verdauungsprobleme. Dabei waren auch noch unter den Tagebuchschreibern Tendenzen ablesbar: Besonders negativ wirkt sich demnach das Niederschreiben von traumatischen Erlebnissen aus, vor allem Kopfschmerzen häuften sich.
- Eindeutige Erklärungen für ihre Ergebnisse haben die Wissenschafter noch nicht. Duncan nimmt aber an, dass Tagebuchschreiben nicht wirklich ein einmaliges Ereignis ist, mit dem man Probleme abbaut. Vielmehr wühlen Tagebuchschreiber länger in ihren Missgeschicken, als andere und kommen so nicht davon los.
- Allerdings, so räumte die Wissenschafterin ein, könnte der statistische Zusammenhang auch so gedeutet werden, dass Menschen mit angegriffener Gesundheit mehr zu Tagebuchschreiben neigen, als andere. «Wir konnten nicht zeigen, was zuerst da war - das Schreiben oder die Gesundheitsprobleme», so Duncan.

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