Bupropion und Hydroxybupropion sind beide relativ schwache Inhibitoren des lsoenzyms CYP2D6 mit Ki-Werten von 21 resp. 13,3 µM. Bei freiwilligen Probanden mit nachweislich gesteigertem Metabolismus ueber das lsoenzym CYP2D6 stiegen nach gleichzeitiger Verabreichung von Bupropion und Desipramin die Cmax-Werte von Desipramin auf das 2fache und die Flaeche unter der Kurve (AUC) von Desipramin auf das 5fache an. Dieser Effekt war bis zu mindestens 7 Tage nach der leizten Verabreichung von Bupropion nachweisbar. Da Bupropion selbst nicht durch das CYP2D6-lsoenzym abgebaut wird, sollte die Pharmakokinetik von Bupropion durch Desipramin nicht beeinflusst werden. Allerdings ist bei der gleichzeitigen Verabreichung von Bupropion mit Substraten des CYP2D6-lsoenzyms Vorsicht geboten (vgl. «Interaktionen»).
Nach oraler Verabreichung einer Einzeldosis von 150 mg Bupropion fand sich zwischen Rauchern und Nichtrauchern kein Unterschied hinsichtlich Cmax, Tmax, T1/2 AUC und der Clearance von Bupropion und seinen Hauptmetaboliten.
Nach subchronischer Verabreichung zeigte Bupropion im Tierversuch eine Induktion des eigenen Metabolismus. Beim Menschen gibt es hingegen nach Verabreichung von Bupropion in der empfohlenen Dosierung ueber 10 bis 45 Tage weder bei freiwilligen Probanden noch bei Patienten Hinweise auf eine Enzyminduktion durch Bupropion bzw. Hydroxybupropion.
Nach oraler Verabreichung von 200 mg mit C14-markiertem Bupropion fanden sich bei Menschen 87% der verabreichten Dosis im Harn und 10% im Stuhl. Lediglich 0,5% der Dosis wurden in unveraenderter Form ausgeschieden, was dem ausgepraegten Metabolismus von Bupropion entspricht. Im Ham fanden sich weniger als 10% dieser mit C Dosis in Form von aktiven Metaboliten.
Nach oraler Verabreichung betraegt die durchschnittliche scheinbare Clearance von Bupropion ungefaehr 200 I/h und die durchschnittliche Eliminationshal ca. 20 h.
Die Eliminationshalbwertszeit von Hydroxybupropion betraegt ungefaehr 20 h, die AUC im Steady-State etwa das 14- bis 1 7fache des Wertes fuer Bupropion. Threohydrobupropion und Erythrohydrobupropion haben mit 37 resp. 33 h laengere Eliminationshalbwertszeiten als Bupropion. Die AUC-Werte im Steady-State sind 8- resp. 1,6-mal hoeher als fuer Bupropion. Der Steady-State wird fuer Bupropion und dessen Metaboliten innerhalb von 8 Tagen erreicht.
