Depression, Depressionen

Bupropion, Kinetik - spezielle klinische Situationen: | 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11 | 12 | 13 |

Niereninsuffizienz

Der Einfluss von Nierenerkrankungen auf die Pharmakokinetik von Bupropion ist nicht untersucht worden. Eine Einschraenkung der Nierenfunktion duerfte sich jedoch auf die Elimination der Hauptmetaboliten auswirken (vgl. «Vorsichtsmassnahmen»).

Leberinsuffizienz

Bei Patienten mit geringer bis maessiger Leberzirrhose wurden im Vergleich zu gesunden Kontrollpersonen keine statistisch signifikanten Differenzen in der Pharmakokinetik von Bupropion und seiner aktiven Metaboliten beobachtet, es zeigte sich jedoch zwischen den einzelnen Patienten eine staerkere Variabilitaet. Bei Patienten mit schwerer Leberzirrhose waren die C (maximale Plasmakonzentration) und die AUG (area under the curve) von Bupropion stark erhoeht (durchschnittliche Differenz etwa 70% beziehungsweise dreifach), sie waren variabler als die Werte bei gesunden Kontrolipersonen. Die durchschnittliche Halbwertszeit war ebenfalls verlaengert (um etwa 40%). Die Metaboliten hatten im Vergleich zu den Werten bei gesunden Kontrollpersonen eine geringere durchschnittliche G (um etwa 30% bis 70%), die durchschnittliche AUG war eher erhoeht (um etwa 30% bis 50%), die mediane T (Zeitdauer bis zum Erreichen der maximalen Plasmakonzentration) war verzoegert (um etwa 20 Stunden), und die durchschnittlichen Halbwertszeiten waren verlaengert (um etwa das Zwei- bis Vierfache) (vgl. «Vorsichtsmassnahmen»).

Ältere Patienten

Die Bupropion-Gesamtexposition nach einer Einzeldosis ist bei aelteren und jungen Patienten aehnlich. Nach Mehrfachdosen hingegen war die G von Bupropion bei aelteren Patienten erhoeht, die G der aktiven Metaboliten tendenziell erhoeht und es zeigte sich eine Tendenz zur Akkumulation von Bupropion und seinen aktiven Metaboliten.

Hinsichtlich der Vertraeglichkeit wurden in der klinischen Praxis keine Unterschiede zwischen aelteren und juengeren erwachsenen Patienten festgestellt, wobei jedoch eine hoehere Empfindlichkeit bei aelteren Patienten nicht ausgeschlossen werden kann (vgl. «Vorsichtsmassnahmen»).

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