Alle Patienten sollten auf praedisponierende Risikofaktoren untersucht werden.
Zu diesen gehoeren:
- die gleichzeitige Verabreichung anderer Arzneimittel, die bekanntermassen die Anfallsschwelle senken (z.B. Antipsychotika, Antidepressiva, Antimalariamittel, Tramadol, Theophyllin, systemische Steroide und Chinolone).
- Alkoholabusus.
- Schaedelhirntrauma in der Anamnese.
- Mit Hypoglykaemika oder Insulin behandelter Diabetes.
- Einnahme von Stimulanzien oder Anorektika.
Bei Patienten, die unter Einnahme von Zyban einen Krampfanfall erleiden, soll die Therapie abgeselzt und nicht wieder aufgenommen werden.
Bei Auftreten von Überempfindlichkeits- oder anaphylaktischen Reaktionen (z. B. Hautausschlaege, Juckreiz, Urtikana, Brustschmerzen, oedematoese Schwellungen, Dyspnoe) ist Zyban abzuselzen (vgl. «Unerwuenschte Wirkungen»).
Bupropion wird in der Leber in erheblichem Masse in aktive Metaboliten umgewandelt; die weiter metabolisiert werden. Bei Patienten mit geringer bis maessiger Leberzirrhose wurden im Vergleich zu gesunden Kontrolipersonen keine statistisch signifikanten Differenzen in der Pharmakokinetik von Bupropion beobachtet; die Plasmaspiegel von Buproplon zeigten jedoch zwischen den einzelnen Patienten eine staerkere Vanabilitaet. Darum sollte Zyban bei Patienten mit Leberfunktionsstoerungen mit Vorsicht verwendet werden. Bei Patienten mit geringer bis maessiger Leberzirrhose sollte eine verringerte Anzahl Dosen in Erwaegung gezogen werden (vgl. «Pharmakokinetik» und «Dosierung/Anwendung»).
Zyban sollte bei Patienten mit schwerer Leberzirrhose mit groesster Vorsicht angewendet werden. Bei diesen Patienten sollte eine verringerte Anzahl Dosen in Erwaegung gezogen werden, da die Bupropionspiegel erheblich erhoeht sind und eine Akkumulation in diesen Patienten staerker als ueblich erfolgen kann (vgl. «Vorsichtsmassnahmen»).
Alle Patienten mit Leberfunktionsstoerung sollten aufgrund moeglicher Nebenwirkungen (z.B. Schlaflosigkeit, Mundtrockenheit, Anfaelle), die einen Hinweis auf hohe Medikamenten- oder Metabolitenspiegel geben koennten, engmaschig ueberwacht werden.
Bupropion wird in hohem Masse in der Leber zu aktiven Metaboliten abgebaut, die nach weiterem Abbau ueber die Nieren ausgeschieden werden. Dementsprechend sollte bei Nierenfunktionsstoerungen die Therapie mit Bupropion mit einer niedrigeren Dosierung begonnen werden. Es ist auch zu beruecksichtigen, dass die Metaboliten staerker als ueblich akkumulieren koennen. Die Behandlung bei Patienten mit Nierenfunktionsstoerungen sollte mit einer Dosisreduktion initiiert werden. Der Patient sollte aufgrund moeglicher Nebenwirkungen (z.B. Schlaflosigkeit, Mundtrockenheit, Anfaelle), die einen Hinweis auf hohe Medikamenten- oder Metabolitenspiegel geben koennten, engmaschig ueberwacht werden.
Die klinische Erfahrung hat bisher keine Unterschiede bezueglich der Vertraeglichkeit von Bupropion zwischen Patienten in fortgeschrittenem Alter und juengeren Erwachsenen gezeigt Allerdings kann nicht ausgeschlossen werden, dass gewisse aettere Patienten empfindlicher reagieren. Ausserdem ist im hoeheren Alter eher mit einer eingeschraenkten Nierenfunktion zu rechnen, so dass das Dosierungsintervall unter Umstaenden verlaengert werden muss.
Da Bupropion pharmakologisch gewissen Antidepressiva aehnelt, besteht ein Risiko, dass Zyban bei Patienten mit bipolaren Stoerungen waehrend der depressiven Phase manische Zustaende und bei anderen anfaelligen Patienten latente Psychosen ausloesen kann.
Vor Einleitung einer Kombinationstherapie mit transdermalen Nikotinsystemen ist die jeweilige Fachinformation zu beachten. Unter einer Kombinationstherapie empfehlen sich Blutdruckkontrollen zur Erfassung eventueller, unter der Therapie auftretender, Blutdruckerhoehungen (vgl. «Unerwuenschte Wirkungen»).
