- Clomipramini AD. | 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 |10|11|12|13|14|15|16|17|18|19|20|21|22|23|24|
- Pharmakokinetik.
- Absorption.
- Nach oraler Einnahme und intramuskulärer Injektion wird Clomipramin vollständig resorbiert.
- Durch die Metabolisierung zu N-Desmethylclomipramin (DMC), aktiver Metabolit bei der ersten Leberpassage, wird die systemische Bioverfügbarkeit von unverändertem Clomipramin (CP) um etwa 50% reduziert. Durch die Aufnahme von Nahrung wird die Bioverfügbarkeit von Clomipramin nicht wesentlich beeinflusst. Lediglich der Beginn der Resorption kann geringfügig verzögert und somit die Zeit bis zum Erreichen der maximalen Resorption verlängert sein. Drag und Divitabs Retard-Tabletten sind hinsichtlich der Absorptionsmenge bioäquivalent.
- Bei oraler Verabreichung konstanter Tagesdosen von Anafranil zeigen die bei Patienten gemessenen Steady-state-Konzentrationen von Clomipramin im Plasma grosse Schwankungen. Die Tagesdosis von 75 mg, verabreicht als dreimal ein Dragee zu 25 mg/d oder als einmal ein Divitabs Retard-Tablette zu 75 mg/d, ergibt Steady-state-Konzentrationen, die von 20-175 ng/ml reichen.
- Die Steady-state-Konzentrationen des aktiven Metaboliten Desmethylclomipramin folgen einem vergleichbaren Muster. Bei einer Tagesdosis von 75 mg Anafranil liegen sie jedoch um 40-85% über denen von Clomipramin.
- Nach wiederholter intravenöser bzw. intramuskulärer Gabe von 50-150 mg Anafranil täglich werden Gleichgewichtskonzentrationen im Plasma in der zweiten Behandlungswoche erreicht.
- Diese betragen für unverändertes CP im Mittel <15-447 ng/ml und für DMC zum gleichen Zeitpunkt im Mittel <15-669 ng/ml.
- Distribution.
- Clomipramin bindet zu 97,6% an Plasmaproteine. Das apparente Verteilungsvolumen beträgt etwa 12-17 l/kg Körpergewicht. Im Liquor cerebrospinalis beträgt die Konzentration etwa 2% der Plasmakonzentration. Clomipramin tritt in Konzentrationen, die den im Plasma erreichten Konzentrationen vergleichbar sind, in die Muttermilch über.
- Metabolismus.
- Primärer Weg der Metabolisierung von Clomipramin ist die Demethylierung zum aktiven Metaboliten N-Desmethylclomipramin, das durch mehrere P450-Enzyme gebildet werden kann, in erster Linie CYP3A4, CYP2C19 und CYP1A2. Zusätzlich werden Clomipramin und N Desmethylclomipramin zu 8-Hydroxy-Clomipramin bzw. 8-Hydroxy-N-Desmethylclomipramin hydroxyliert, über deren Aktivität in vivo jedoch wenig bekannt ist. Clomipramin wird auch an der Position 2 hydroxyliert und N-Desmethylclomipramin kann weiter zu Di-Desmethylclomipramin demethyliert werden. Die 2- und 8-Hydroxy-Metaboliten werden vorwiegend als Glukuronide im Urin ausgeschieden.