- Clomipramini AD. | 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 |10|11|12|13|14|15|16|17|18|19|20|21|22|23|24|
- Pharmakokinetische Interaktionen.
- Anafranil (Clomipramin) wird vorwiegend in metabolisierter Form ausgeschieden.
- Primärer Stoffwechselweg ist die Demethylierung zum aktiven Metaboliten N-Desmethylclomlpramin, gefolgt von Hydroxylierung und weiterer Konjugation des N-Desmethylclomipramins und der Muttersubstanz. Mehrere P450-Cytochrome sind an der Demethylierung beteiligt, hauptsächlich CYP3A4, CYP2C19 und CYP1A2.
- Die Elimination beider Wirkstoffe erfolgt durch Hydroxylierung, die von CYP2D6 katalysiert wird.
- Die gleichzeitige Gabe von CYP2D6-lnhibitoren kann zum Anstieg der Konzentration beider Wirkstoffe führen und zwar bis zum ungefähr 3-fachen bei Patienten mit extensivem Debrisoquin/Spartein-Metabolisierungsphänotyp, wodurch diese Patienten zum langsamen Metabolisierungsphänotyp werden.
- Die gleichzeitige Gabe von Inhibitoren des CYP1A2, CYP2C19 und CYP3A4 lässt eine Zunahme der Clomipramin- und Abnahme der N-Desmethylclomipramin-Konzentration erwarten, so dass die pharmakologische Wirkung insgesamt nicht unbedingt verändert wird.
- MAO-Hemmer wie Moclobemid, die auch starke CYP2D6-lnhibitoren in vivo sind, dürfen nicht gleichzeitig mit Clomipramin gegeben werden.
- Antiarrhythmika wie Chinidin und Propafenon, bei denen es sich um starke CYP2D6-lnhibitoren handelt, dürfen nicht mit trizyklischen Antidepressiva kombiniert werden.