- Clomipramini AD. | 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 |10|11|12|13|14|15|16|17|18|19|20|21|22|23|24|
- Interaktionen.
- Pharmakodynamische Interaktionen.
- MAO-Hemmer: Anafranil darf frühestens 2 Wochen nach Beendigung der Behandlung mit einem MAO-Hemmer angewendet werden, da sonst schwerwiegende Symptome auftreten können, z.B. hypertensive Krise; Hyperpyrexie und solche, die mit einem Serotonin-Syndrom einhergehen, wie Myoklonien, Agitation, Konvulsionen, Delirium und Koma. Dasselbe gilt, wenn ein MAO-Hemmer im Anschluss an eine Therapie mit Anafranil verabreicht werden soll. Auf jeden Fall sollte danach mit Anafranil bzw dem MAO-Hemmer mit niedrigen, langsam ansteigenden Dosen begonnen und die Wirkung überwacht werden.
- Es liegen Hinweise darauf vor, dass Anafranil bereits 24 h nach einem reversiblen MAO-A Hemmer, z.B. Moclobemid, gegeben werden kann, während die zweiwöchige Auswaschperiode unbedingt eingehalten werden muss, wenn der MAO-A-Hemmer im Anschluss an die Behandlung mit Anafranil angewendet wird.
- Selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI): Bei gleichzeitiger Anwendung kann es zu einem additiven Effekt auf das serotonerge System kommen.
- Serotoninerge Wirkstoffe: Ein Serotonin-Syndrom kann möglicherweise auftreten, wenn Clomipramin gleichzeitig mit serotoninergen Medikamenten wie selektiven Serotonin Wiederaufnahmehemmern (SSRI), Serotonin- und Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmern (SNaRI), trizyklischen Antidepressiva oder Lithium gegeben wird. Bezüglich Fluoxetin wird eine zwei- bis dreiwöchige Auswaschphase vor und nach Behandlung mit dieser Substanz empfohlen.
- Adrenerge Neuronenhemmer: Anafranil kann die blutdrucksenkende Wirkung von Guanethidin, Bethanidin, Reserpin, Cionidin und Alpha-Methyldopa vermindern oder aufheben. Bei Patienten, die wegen Hypertonie behandelt werden müssen, sollten daher Antihypertensiva eines anderen Wirkungstyps (z.B. Vasodilatatoren, Betablocker) verwendet werden.
- Sympathomimetika: Die kardiovaskuläre Wirkung von Adrenalin, Noradrenalin, Isoprenalin, Ephedrin und Phenylephrin (Z.B. in Lokalanasthetika) kann durch Anafranil verstärkt werden.
- Zentraldämpfende Substanzen: Trizyklische Antidepressiva können die Wirkung von Alkohol und anderen zentraldämpfenden Substanzen (Z.B. Opiate, Barbiturate, Benzodiazepine oder systemische Anästhetika) verstärken.
- Anticholinergika: Trikzyklische Antidepressiva können die Wirkung dieser Medikamente (Z.B. Phenothiazin, Antiparkinsonika, Antihistaminika, Atropin, Biperiden) auf das Auge, das Zentralnervensystem, den Darm und die Blase verstärken. Es besteht die Gefahr einer Hyperthermie.