Angstzustände und Panik.
- Escitalopram.1|2| Präklinische Pharmakologie: | a | b | c | d | e | f | g | h | i
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- Bei dem bei Nagetieren verwendeten Territorialmodell (resident/intruder paradigm) reduzierte Escitalopram ebenso wie andere Antidepressiva dosisabhängig das aggressive Verhalten der Tiere und verstärkte deren Fluchtverhalten. In diesem Modell erwies sich Escitalopram im Vergleich zum racemischen Citalopram als doppelt so wirksam. Die Verhaltensveränderungen der Tiere in diesem Modell weisen zudem auf eine rasch einsetzende antidepressive Wirkung hin. (Mitchell & Hogg 2001b).
- Ein stark anxiolytisches Profil für Escitalopram konnte in Tiermodellen für generalisierte Angstzustände, dem Zweikammermodell mit einer schwarzen und einer beleuchteten Box bei Mäusen und Ratten (Darstellung 9) (Sánchez 2001a), und panische Angstzustände, dem Fussschock-induzierten Ultraschall-Vokalisationsmodell bei erwachsenen Ratten (Darstellung 10) (Sánchez 2002a), sowie dem Stimulationsmodell der dorsalen periaquäduktalen grauen Hirnsubstanz bei erwachsenen Ratten nachgewiesen werden (Darstellung 11) (Hogg & Jessa 2002).

- Darstellung 9.
- Wirkung von Escitalopram (subcutan, 30 Minuten vor Testbeginn) auf das Erkundungsverhalten von Mäusen in einer schwarzen/beleuchteten Zweikammer-Testbox. Einweg-ANOVA gefolgt von einem Post-hoc-Vergleich der Mittelwerte (Sánchez 2001a). * Signifikant verschieden von NaCl, p≤0.05
Darstellung 10. Durch Escitalopram ausgelöste Hemmung der Fussschockinduzierten Ultraschall-Vokalisation bei männlichen Ratten. - Die Daten zeigen die durchschnittliche Vokalisationszeit als Funktion der Dosierung.
- Escitalopram oder Kochsalzlösung wurden 30 Minuten vor dem Test subcutan verabreicht. Eine Minute nach dem letzten Fussschock wurde die Ultraschall-Vokalisation während 5 Minuten aufgezeichnet.
- Einweg-ANOVA gefolgt von einem Post-hoc-Vergleich der Mittelwerte (Sánchez 2002a).
- * Signifikant verschieden von NaCl, p≤0.05

- Darstellung 11.
- Escitalopram-induzierte Hemmung einer panik-artigen Reaktion ausgelöst durch Stimulation der dorsalen peri-aquäduktalen grauen Hirnsubstanz bei Ratten.
- Die angegebenen Werte stellen die durchschnitt-lichen Veränderungen der minimal benötigten Stromfrequenz dar, welche ein Fluchtverhalten auslösen.
- Escitalopram, Citalopram oder R-Citalopram wurden 30 Minuten vor dem Test intraper-itoneal verabreicht (n=7-16 pro Gruppe).
- 2-Weg ANOVA, gefolgt vom post-hoc Tukey Test (Hogg & Jessa 2002). * p≤0.05 gegenüber dem Ausgangswert n.s. = nicht signifikant.
- Allgemeine Pharmakologie und Toxikologie.
- Auf Grund einer Reihe von Escitalopram-Studien und der umfangreichen präklinischen Dokumentation des racemischen Citaloprams lässt sich schliessen, dass die allgemeinen pharmakologischen, pharmakokinetischen und toxikologischen Eigenschaften des Escitaloprams denjenigen des Racemats entsprechen. Citalopram, und daraus abgeleitet Escitalopram, beeinflusst weder die kognitive Leistungsfähigkeit noch weist es ein Missbrauchspotential auf (Hyttel et al. 1995).
- Escitalopram und seine Metaboliten zeigten im Rahmen umfassender Tiertoxizitäts-Studien selbst bei Dosierungen, die ein Mehrfaches der klinisch relevanten Dosis betrugen, keinerlei schädliche Wirkungen. Ihre Wirkung auf die kardiale Erregungsleitung ist sowohl in vitro als auch in vivo über einen grossen Konzentrationsbereich vernachlässigbar. Reproduktionsstudien ergaben selbst bei exzessiven Dosierungen keine Zunahme der Häufigkeit von Missbildungen. Tierversuche mit klinisch relevanten Dosierungen von Escitalopram haben übereinstimmend nachgewiesen, dass weder die Pharmakokinetik noch der Metabolismus des Escitaloprams vom R-Enantiomer des Racemats beeinflusst werden. Zusätzlich gibt es keinerlei Hinweise darauf, dass eine Konversion des Escitaloprams in das R-Enantiomer stattfindet. Bestehende pharmakokinetische Daten für Citalopram können deshalb auf Escitalopram extrapoliert werden.