Cipralex und Nebenwirkungen.
- Escitalopram.1|2|3|4|5|
6|7| Klinische Verträglichkeit: a | b | c | d | e | f | g | h | i | j |
- Blutungen.
- Es gibt Berichte über Blutungsabnormalitäten der Haut wie Ekchymosen oder Purpura bei der SSRI-Behandlung (Nelva et al. 2000). Vorsicht ist bei Patienten angebracht, welche einen SSRI und gleichzeitig Thrombozyten-Aggregationshemmer einnehmen oder bei denen Blutgerinnungsstörungen aus der Anamnese bekannt sind.
- Klinische Laborparameter.
- Es wurden keine klinisch signifikanten Veränderungen in Labortests beobachtet (Burke et al. 2002; Gergel et al. 2002; Wade et al. 2002a). Vor allem bei älteren Patientinnen wurde als seltene Nebenwirkung der SSRI-Behandlung eine Hyponatriämie beobachtet, die vermutlich auf eine unzureichende Sekretion desantidiuretischen Hormons zurückzuführen ist (Lane 1997).
- Kardiovaskuläre Parameter.
- Escitalopram bewirkt keine Veränderungen des Blutdrucks (Burke et al. 2002; Gergel et al. 2002; Wade et al. 2002a). Wie andere SSRIs kann auch Escitalopram eine leichte und klinisch nicht relevante Reduktion der Herzfrequenz von 2-3 Schlägen pro Minute bewirken, was den Beobachtungen, die mit Citalopram gemacht wurden, entspricht (Rasmussen et al. 1999). Escitalopram hat keine weiteren Einflüsse auf das EKG (Burke et al. 2002).
- Das Auftreten kardiovaskulärer Nebenwirkungen wurde in den mittel- bis langfristigen Studien sowie bei Alterspatienten genauer evaluiert, wobei keines dieser unerwünschten Ereignisse dem Escitalopram zugeschrieben werden konnte. Zusätzlich wurden diese Nebenwirkungen mit denjenigen verglichen, die im Rahmen der Meta-Analyse auftraten und als potentielle kardiovaskuläre Ereignisse eingestuft wurden. Dabei gab es keinerlei Hinweise darauf, dass sich das Nebenwirkungsprofil bei Langzeitstudien von demjenigen bei Kurzzeitstudien unterscheidet.
- Symptome bei Überdosierung.
- Mit depressiven Erkrankungen geht inhärent ein Suizidrisiko einher, weshalb einer geringen Toxizität des Wirkstoffs im Falle einer Überdosierung besondere Bedeutung zukommt.
- Citalopram weist einen breiten Sicherheitsbereich bei Überdosierungen auf (Personne et al. 1997).
- Eine Überdosierung von 190 mg Escitalopram wurde symptomfrei ertragen.
- Citalopram-Dosierungen bis zum 10-30fachen der üblichen Dosierungen lösten milde Symptome wie Übelkeit, Schwindel, Tachykardie, Tremor, Verwirrung und Schläfrigkeit aus.
- Bei noch höheren Überdosierungen kann es zu Krampfanfällen und EKG-Veränderungen kommen. Insgesamt sind nur sehr wenige Todesfälle beobachtet worden, die meisten davon in Verbindung mit der Einnahme weiterer Medikamente.
- Ein erwachsener Patient überlebte eine Citalopram-Dosis von 5200 mg.