Escitalopram, SSRIs und Therapien bei Depressionen.
- Escitalopram, Chemie. 1| Chemie: | a | b |2|3|4|5|6|7|
- DCI-Name: Escitalopram.
- Chemische Bezeichnung:
- (S)-1-[3-(Dimethylamino)propyl] ‐ 1 ‐ (4‘-fluorophenyl )‐ 1,3 ‐ dihydroisobenzofuran ‐ 5-carbonitril (Darstellung 1).
- Darstellung 1. Strukturformel von Escitalopram.
- Selektive Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer (SSRIs) haben die älteren trizyklischen Antidepressiva als Therapie der ersten Wahl bei depressiven Erkrankungen weitgehend ersetzt (Gorman & Kent 1999; Isaac 1999).
- Sie zeichnen sich durch eine gute klinische Wirksamkeit und ein günstiges Nebenwirkungsprofil aus (Gorman & Kent 1999).
- Zudem haben sich die SSRIs als wirksame Therapie verschiedener Angststörungen erwiesen (Isaac 1999; Montgomery & Judge 2000; Van Ameringen & Mancini 2001). Citalopram ist ein häufig verschriebener SSRI und wurde bisher weltweit bei über 50 Millionen Patienten eingesetzt.
- Citalopram ist ein racemisches Gemisch des S-(+)- und R-(-)-Citaloprams, wobei S-Citalopram für den antidepressiven Effekt verantwortlich ist (Montgomery et al. 2001a). Escitalopram, das S-Enantiomer von Citalopram, wurde als Nachfolgepräparat des Citaloprams entwickelt und weist gegenüber diesem ‐ bei gleichbleibend guter Verträglichkeit ‐ einige entscheidende Vorteile auf.
- Escitalopram ist bei einer Tagesdosierung von 10 mg im Vergleich zu Citalopram 20 mg klinisch wirksamer und zeichnet sich durch einen rascheren Wirkungseintritt aus (Reines et al. 2002).