Interaktionen
MAO- Hemmer: siehe Serotonin- Syndrom unter «Vorsichtsmassnahmen».
Medikamente metabolisiert durch Cytochrom P4502D6 Isoenzym: Da Fluoxetin das Potential hat, das Cytochrom P4502D6 lsoenzym zu inhibieren, sollte eine gleichzeitige bzw. eine innerhalb 5 Wochen nach einer Fluoxetin- Therapie erfolgende Medikation, welche vor allem durch das Enzym P4502D6 metabolisiert wird (z.B. Imipramin, Desipramin, Risperidon, Venlafaxine, Haloperidol, Clozapin, Flecainid, Propafenon), inbesondere jene mit schmalem therapeutischem Index, einschleichend eingeleitet werden, oder es sollte eine niedrigere Dosierung gewaehlt werden.
Medikamente metabolisiert durch CYP3A4 oder CYP2C: Es wurden Änderungen des Blutspiegels von Alprazolam, Carbamazepin, Diazepam oder Phenytoin und in einigen Faellen Symptome von Toxizitaet beobachtet. Vorsichtigere Titrationsverlaeufe fuer das mitverschriebene Produkt und Überwachung des klinischen Status sollte in Betracht gezogen werden.
Proteinbindung: Da Fluoxetin stark an Plasmaprotein gebunden wird, kann die Einnahme von Fluoxetin zusaetzlich zu einem anderen Medikament, welches stark an Protein gebunden wird, die Plasmakonzentration jedes einzelnen dieser Medikamente aendern.
In einigen Faellen sind Interaktionen mit Digoxin beschrieben worden. Bei gleichzeitiger Verabreichung von Fluoxetin mit Digoxin empfiehlt es sich deshalb, den Digoxin- Spiegel zu ueberpruefen.
Warfarin und andere orale Antikoagulantien: Über geaenderte anti-koagulierende Effekte (Laborwerte undloder klinische Zeichen und Symptome) ohne klares Erscheinungsbild aber mit erhöhter Blutung wurde selten berichtet, wenn Fluoxetin zusammen mit Warfarin verabreicht wurde. Patienten, welche gleichzeitig ein Cumarinpraeparat erhalten, sollten sorgfaeltig auf Koagulation ueberwacht werden, wenn eine Behandlung mit Fluoxetin begonnen oder beendet wird.
Elektrokonvulsive Therapie (EC7): Es gab Berichte von verlaengerten epileptischen Anfaellen bei Patienten auf ECT Behandlung unter Fluoxetin.
Eliminationshalbwertszeit: Die langen Eliminationshalbwertszeiten von Fluoxetin und seines Hauptmetaboliten, Norfluoxetin können potentiell nach Absetzen von Fluoxetin Auswirkungen haben, wenn Medikamente verschrieben werden, welche Wechselwirkungen mit einer der Substanzen haben.
Tryptophan
Eine gleichzeitige Gabe von L-Tryptophan soll ebenfalls nicht erfolgen. Über die gleichzeitige Verwendung von Fluoxetin und L-5-Hydroxytryptophan liegen keine Erfahrungen vor; auch ueber die Kombination mit anderen Serotoninwiederaufnahme-Hemmern liegen keine Erfahrungen vor.
Von der gleichzeitigen Verabreichung wird daher abgeraten.
Zentraldaempfende Pharmaka
Zentraldaempfende Pharmaka können durch Fluctine in ihrer Wirkung verstaerkt werden. Des Weitern kann es zu einer Erhöhung des Plasmaspiegels anderer Antidepressiva bei Kombination mit Fluctine kommen.
Lithium
Fluoxetin kann den Lithium-Spiegel erhöhen, er sollte daher haeufiger kontrolliert werden, wenn beide Substanzen gleichzeitig verabreicht werden.
Bisher wurden bei gleichzeitiger Gabe von Alkohol, Barbituraten, anderen Beruhigungs- und Schlafmitteln und Thiazid-Diuretika, Blutdruck- und Schmerzmitteln, Schilddruesenhormonen, Antihistaminika, Antibiotika, Cimetidin und anderen magensaeurehemmenden Praeparaten keine Wechselwirkungen beobachtet.
Alkohol
Alkohol ist waehrend der Behandlung zu meiden, obwohl es in speziellen Untersuchungen zu keiner Verstaerkung der Alkoholwirkung durch Fluctine gekommen ist.
Unerwuenschte Wirkungen können bei gleichzeitiger Anwendung von Serotonin Wiederaufnahme-Hemmern und pflanzlichen Praeparaten, welche Hypericum perforatum enthalten, auftreten.![]()
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