Fluvoxamin, Patienten.
- Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen.
- Fluvoxamin sollte mit Vorsicht angewendet werden bei Patienten mit Manie/Hypomanie in der Vorgeschichte. Bei allen Patienten, die in eine manische Phase kommen, muss Fluvoxamin (wie alle Arzneimittel der Klasse der SSRIs) abgesetzt werden.
- Vorsicht bei Patienten mit Glaukom: wie mit anderen SSRI‘s (selektiven Serotonin Wiederaufnahmehemmern) sind gelegentliche Fälle von Mydriasis aufgetreten.
- Wenig klinische Erfahrung über gleichzeitige Anwendung von Elektroschocktherapie.
- Absetzphänomene wie Parästhesien, Kopfschmerz, Nausea, Schwindel, Müdigkeit und Angst sind nach abruptem Absetzen von Fluvoxamin bei einigen Patienten aufgetreten. Diese sind normalerweise von milder Intensität und selbstlimitierend, und sind nicht Zeichen einer Suchtentwicklung. Es scheint sich dabei um einen Klasseneffekt der SSRIs zu handeln. Ein Ausschleichen der Therapie wird empfohlen, z.B. in wöchentlichen Reduktionen der Tagesdosis um 50 mg, respektive 25 mg bei Kindern.
- Vorsicht ist geboten bei Patienten, die «poor metabolizers» sind, und bei denjenigen, welche gleichzeitig CYP2D6-hemmende Medikamente einnehmen (siehe «Interaktionen»).
- Die Möglichkeit eines Suizidversuchs ist bei Patienten, die unter einer depressiven Krankheit leiden, gegeben und kann bis zu einer signifikanten Besserung der depressiven Symptomatik bestehen bleiben.
- Patienten mit einer schweren Leber- oder Niereninsuffizienz sollen mit einer niedrigeren Dosis beginnen und gut überwacht werden.
- In seltenen Fällen ist bei der Behandlung mit Floxyfral eine Erhöhung der Leberenzyme beobachtet worden, dann zumeist mit klinischer Symptomatik. In diesen Fällen sollte die Behandlung unterbrochen werden. Da Floxyfral in seltenen Fällen Krämpfe auslösen kann, ist besondere Vorsicht geboten bei der Behandlung epileptischer Patienten und Patienten mit Epilepsie in der Anamnese.
- Fluvoxamin sollte nicht eingesetzt werden bei Patienten mit instabiler Epilepsie. Patienten mit kontrolliert behandelter Epilepsie sollten sorgfältig überwacht werden. Beim Auftreten von epileptischen Anfällen oder einer Zunahme der Anfallshäufigkeit ist Fluvoxamin (wie alle Arzneimittel der Klasse der SSRIs) abzusetzen (siehe «Unerwünschte Wirkungen»).
- Es gibt keine Hinweise, dass ältere Patienten sich bei Verabreichung normaler Dosierungen klinisch wesentlich anders verhalten als jüngere. Trotzdem sollten Dosiserhöhungen bei älteren Leuten langsamer erfolgen und Dosisveränderungen allgemein sollten immer mit Vorsicht durchgeführt werden.
