Depression, Depressionen

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Glibenclamid, Digoxin.

Bei gleichzeitiger Verabreichung von Glibenclamid oder Digoxin mit Sertralin 200 mg taeglich wurden in klinischen Studien keine Interaktionen beobachtet.

Warfarin.

Die gleichzeitige Verabreichung von Sertralin 200 mg taeglich mit Warfarin fuehrte zu einer geringen, jedoch statistisch signifikanten Erhoehung der Prothrombinzeit (um 7,9%). Die klinische Bedeutung ist unbekannt. Bei Beginn oder Ende einer Sertralin-Therapie sollte die Prothrombinzeit sorgfaeltig ueberwacht werden.

ZNS-Sedativa und Alkohol.

Die gleichzeitige Verabreichung von Sertralin 200 mg taeglich potenzierte die Wirkung von Alkohol, Carbamazepin, Haloperidol oder Phenytoin auf die kognitive und psychomotorische Leistungsfaehigkeit gesunder Probanden nicht. Gleichwohl wird die Einnahme von Sertralin zusammen mit Alkohol nicht empfohlen.

Interaktionen mit Cytochrom P450 2D6.

Zahlreiche Antidepressiva, z.B. Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer (einschliesslich Sertralin) und die meisten trizyklischen Antidepressiva, hemmen die biochemische Aktivitaet des Medikamentes metabolisierenden lso-Enzyms Cytochrom P450 2D6 (Debrisoquin Hydroxylase). Dadurch koennen die Serumkonzentrationen von gleichzeitig verabreichten Arzneimitteln, welche primaer durch CYP 2D6 metabolisiert werden, erhoeht werden. Bei den Antidepressiva ist das Ausmass der Hemmung des Isoenzyms CYP 2D6 unterschiedlich. Deren klinische Bedeutung haengt von dem Grad der Hemmung und dem therapeutischen Index des mitverabreichten Medikamentes ab. Bei trizyklischen Antidepressrva wie Ciomipramin und Desipramin sowie Klasse 1C Antiarrhythmika wie Propafenon und Flecainid handelt es sich um CYP 2D6 Substrate mit einem engen therapeutischen Index.

In lnteraktionsstudien zeigten die Probanden, welche laengere Zeit taeglich 50 mg Sertralin eingenommen hatten, nur eine geringtuegige Erhoehung der «Steady State-Serum Konzentrationen» von Desipramin (ein Marker der CYP 2D6 lsoenzym-Aktivitaet). Die durchschnittliche Desipramin «Steady-State» AUC0-24 erhoehte sich bei gleichzeitiger Verabreichung von Zoloft um 23-37%.

Medikamente, die mit anderen P450 Enzymen metabollsiert werden (CYP 3A3/4, CYP 2C9, CYP 2C19, CYP 1A2)

CYP 3A 3/4:

In vivo lnteraktionsstudien zeigten, dass eine chronische Verabreichung von taeglich 200 mg Sertralin den Metabolismus von Carbamazepin oder Terfenadin (Vorraete in Hausapotheken) nicht hemmt.

Die chronische Verabreichung von taeglich 50 mg Sertralin hemmt ausserdem den ueber CYP 3A3/4 vermittelten Metabolismus von Alprazolam nicht. Die Resultate dieser Studien weisen darauf hin, dass Sertralin kein klinisch relevanter Hemmer von CYP 3A3/4 ist.

Sertralin ist ein schwacher Hemmstoff der CYP 2C Subfamilie.

CYP 2C9:

Es gibt keine klinisch relevante Wirkung bei chronischer Verabreichung von taeglich 200 mg Sertralin auf die Plasmakonzentration von Phenytoin bei Probanden.

CYP 2C19: Siehe Abschnitt Diazepam Tolbutamid.

CYP 1A2:

In vitro-Studien weisen darauf hin, dass Sertralin nur ein geringes oder kein Potential zur Hemmung von CYP 1A2 aufweist.

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