Lithium.
In einer Placebo-kontrollierten Studie mit gesunden Probanden wurden die pharmakokinetischen Parameter von Lithium durch gleichzeitige Einnahme von Sertralin nicht signifikant veraendert. Hingegen kam es in der Sertralin-Gruppe im Vergleich zur Placebo-Gruppe zu einer Zunahme des Tremors, was auf eine moegliche pharmakodynamische Interaktion hinweist. Wie mit anderen Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmern ist Vorsicht geboten und die Patienten sind dementsprechend zu ueberwachen, wenn Sertralin gleichzeitig mit Medikamenten, die durch serotoninerge Mechanismen wirken koennen, wie z.B. Lithium, verabreicht wird.
Seit der Markteinfuehrung wurden in Einzelfaellen Erhoehungen des Lithiumspiegels unter Therapie mit Sertralin festgestellt, wobei der Mechanismus nicht klar ist.
Phenytoin (siehe auch «CYP 2C9»)
Eine plazebo-kontrollierte Studie in gesunden Probanden weist darauf hin, dass die chronische Verabreichung von taeglich 200 mg Sertralin keine klinisch bedeutsame Hemmung des Metabolismus von Phenytoin bewirkt. Es wird allerdings empfohlen, die Plasmakonzentrationen von Phenytoin im Anschluss an den Beginn einer Sertralintherapie zu ueberwachen, mit angemessenen Anpassungen der Phenytoindosis.
Sumatriptan.
Aus der Post-Marketing Überwachung liegen seltene Meldungen ueber Patienten vor, die nach der Einnahme von Sertralin und Sumatriptan an Schwaeche, Hyperrefiexie, verminderter Koordinationsfaehigkeit, Konfusion, Angst und Agitation gelitten haben. Diese Symptomatik weist auf ein Serotoninsyndrom hin. Wenn die gleichzeitige Anwendung von Sertralin und Sumatriptan klinisch gerechtfertigt ist, wird eine angemessene Überwachung der Patienten empfohlen (siehe «Vorsichtsmassnahmen»).
Serotoninerge Medikamente.
Bis weitere Daten vorliegen, sollten serotoninerge Medikamente, wie zum Beispiel Tryptophan oder Fenfluramin, nicht zusammen mit Sertralin verabreicht werden. (Siehe «Vorsichtsmassnahmen: MAO Hemmer» und «Therapieumstellung von anderen Medikamenten zur Behandlung der Depression, der Zwangsstoerung oder der Panikstoerung»).
Postmarketing-Erfahrung.
Seit der Markteinfuehrung wurden isolierte, spontane Meldungen unerwuenschter Ereignisse, die moeglicheiweise im Zusammenhang mit Medikamenteninteraktionen stehen, erhalten. Es ist allerdings nicht klar, ob diese unerwuenschten Ereignisse auf die Sertralintherapie, auf eine Medikamenteninteraktion zwischen Sertralin und eine der nachfolgend aufgefuehrten Substanzen oder auf andere Ursachen zurueckzufuehren sind: Naproxen, Hydroxychloroquin, lbuprofen, Acetaminophen, Propranolol, Clonazepam, Lachgas, Digoxin, Amiodaron, Paroxetin, Bupropion, Phenytoin, Phenobarbital, Metoclopramid, Dihydroergotamin, Zolpidem, Methylphenidat.
Klinische Studien haben jedoch keine klinisch signifikanten Effekte einer chronischen Verabreichung von 200 mg Sertralin taeglich auf die Plasmakonzentration von Phenytoin und die Abwesenheit einer Interaktion zwischen 200 mg Sertralin taeglich und Digoxin gezeigt (siehe Interaktionen: Glibenolamid, Digoxin und «Interaktionen: Medikamente, die mit anderen P450 Enzymen metabolisiert werden»).![]()
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