Therapieumstellung von anderen Medikamenten zur Behandlung der Depression, der Zwangsstoerung oder der Panikstoerung:
Es gibt wenig Erfahrung aus kontrollierten, klinischen Studien bezueglich des optimalen Zeitpunktes beim Wechsel von anderen Antidepressiva zu Sertralin, v.a. der Wechsel von einem Iangwirksamen Antidepressivum erfordert eine sorgfaeltige medizinische Abwaegung.
Die allenfalls noetige behandlungsfreie Zwischenphase beim Wechsel von einem selektiven Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer zu einem anderen wurde nicht bestimmt (siehe «Vorsichtsmassnahmen,MAO-Hemmer»).
Aktivierung der Manie/Hypomanie.
In Studien traten bei ungefaehr 0,4% der mit Sertralin behandelten Patienten hypomanische oder manische Zustaende auf.
Elektroschocktherapie.
Es gibt keine klinischen Studien welche Aussagen machen ueber Nutzen und Risiko der kombinierten Anwendung der Elektroschocktherapie und Sertralin.
Reaktionsbereitschaft.
Klinische Studien haben gezeigt, dass Sertralin das psychomotorische Verhalten in der Regel nicht beeinflusst. Medikamente zur Behandlung der Depression, der Zwangsstoerung oder der Panikstoerung koennen jedoch die psychische oder physische Faehigkeit zur Durchfuehrung von potentiell gefaehrlichen Handlungen, wie das Lenken von Fahrzeugen oder das Bedienen von Maschinen, beeintraechtigen. Die Patienten sollten auf diese Gefahr entsprechend aufmerksam gemacht werden.
Sertralin soll bei Patienten, die ein Fahrzeug lenken oder Maschinen bedienen, nicht zusammen mit Benzodiazepinen oder anderen Beruhigungsmitteln verabreicht werden.
Epileptische Anfaelle.
Waehrend den Studien wurde bei drei von ungefaehr 4000 depressiven Patienten (ca. 0,08%) ueber einen epileptischen Anfall berichtet. Im klinischen Entwicklungsprogramm fuer Panikstoerungen wurde bei Patienten unter Sertralin ueber keine epileptischen Anfälle berichtet.
Waehrend des Entwicklungsprogramms fuer Zwangsstoerungen erlitten 4 von ungefaehr 1800 Sertralin-exponierten Patienten (ca. 0,2%) epileptische Anfaelle.
Drei dieser Patienten waren Jugendliche, zwei davon litten unter epileptischen Anfaellen, bei einem Patienten traten in der Familie epileptische Anfaelle auf, keiner der Patienten stand unter einer Therapie mit Antikonvulsiva.
Patienten mit kontroflierter Epilepsie sollen vorsichtig ueberwacht werden. Wenn epileptische Anfaelle auftreten, muss die Sertralintheraple auf jeden Fall abgebrochen werden.
Suizid.
Da die Moeglichkeit eines Suizidversuches waehrend einer Depression und moeglicherweise bis zur vollen Remission besteht, sollten die Patienten in den fruehen Therapiephasen engmaschig ueberwacht werden.![]()
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