Um das Risiko einer Überdosierung zu verkleinern, sollte die kleinstmoegliche Menge verschrieben werden.
Wegen der erwiesenen Komorbiditaet von Depression mit Zwangsstoerung, Panikstoerung, posttraumatischer Belastungsstoerung und sozialer Phobie, sollten bei der Behandlung von Patienten mit diesen Stoerungen die gleichen Vorsichtsmassnahmen angewendet werden wie bei der Behandlung von Patienten mit Depression.
Abhaengigkeit.
In einer plazebo-kontrollierten, doppelblinden, randomisierten Studie zum Vergleich des Missbrauchspotentials von Zoloft, Alprazolam und D-Amphetamin im Menschen induzierte Zoloft im Gegensatz zu den zwei anderen Substanzen keine subjektiv-positiven Effekte, wie z.B. Euphorie oder Medikamenten-Vorliebe, die auf ein Missbrauchspotential hindeuten wuerden. Vor der Markteinfuehrung von Zoloft zeigte die klinische Erfahrung keinerlei Tendenz fuer ein Entzugssyndrom oder Medikamenten-Drangverhalten. In Tierstudien zeigt Zoloft kein den Stimulantien oder Barbituraten (sedierend) aehnliches Missbrauchspotential.
Wie bei jedem ZNS-aktiven Medikament, sollte der Arzt die Patientengeschichte hinsichtlich Medikamentenmissbrauchs sorgfaeltig ueberpruefen und solche Patienten auf Zeichen von Missbrauch von Zoloft ueberwachen (z.B. To Dosiserhoehung, Medikamenten Drangverhalten).
Ein abruptes Absetzen von Sertralin kann zu Symptomen wie Schwindel, Paraesthesien, Erregung, Angst, Konfusion, Tremor, Übelkeit und Schwitzen fuehren.
Um dies zu vermeiden, wird ein Ausschleichen der Therapie waehrend ein bis zwei Wochen empfohlen. Es scheint sich dabei um einen Klasseneffekt der SSRIs zu handeln, der auf der Downregulation der Serotoninrezeptoren durch die SSRIs beruht. Die beschriebenen Symptome sind nicht Zeichen einer Suchtentwicklung.
Anaphylaktische Reaktionen
Über akute allergische Reaktionen (z.B. Bronchospasmus, Angiooedeme, Urtikaria) wurde bei selektiven Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmem berichtet.
Anwendung bei Kindern
Mehr als 250 Kinder mit Zwangsstoerungen wurden in abgeschlossenen oder noch laufenden Studien mit Sertralin behandelt. Das Sicherheitsprofil von Sertralin in diesen Studien und in Studien mit erwachsenen Patienten mit Zwangsstoerungen ist vergleichbar. Die Wirksamkeit von Sertralin bei Kindern mit Depressionen und Panikstoerungen wurde bis jetzt in kontrollierten Studien nicht untersucht.
Die Sicherheit und Wirksamkeit von Sertralin bei Kindern unter 6 Jahren wurde nicht untersucht.
Anwendung bei aelteren Patienten
Mehr als 500 aeltere Patienten (ueber 65-jaehrige) sind in klinischen Studien behandelt worden, wobei die Wirksamkeit von Sertralin bei dieser Patientengruppe nachgewiesen werden konnte. Die Art und Haeufigkeit der Nebenwirkungen bei aelteren Patienten ist vergleichbar mit denjenigen juengerer Patienten.![]()
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